Kategorie: Gedankenchaos

hoffentlich darf ich

Vor kurzem habe ich erst Daniela Seel entdeckt. Mag sein, dass die eine oder andere sie schon kennt, für mich ist sie neu und ich bin begeistert von ihren Gedichten:

wir blättern einander bilder zu wir dichten
räume uns darin zu bewohnen wir werfen
unsere schatten ins lot wir schnüren blicke
wir haben uns einander ähnlich gemacht
in einem verschweigen wir lesen einander
trocknend wasser über die augen wir zählen
geigen wir sammeln zwischen unseren küssen
schrot

Interpretieren werde ich dies Gedicht nicht öffentlich, aber lasst es mal auf euch wirken und lest es immer wieder in anderen Zwischenräumen – vielleicht erlebt ihr euch selbst ganz anders!

Mich hat sie inspiriert ein paar neue Gedichtfragmente zu verfassen – noch völlig unspektakulär und lange nicht fertig, es fehlt etwas! Was weiß ich nicht. Vielleicht lasse ich diese Bruchstücke einfach ruhen und mache was ganz anderes. – Fotografieren! Meine Kamera wieder aktivieren, wenn ich denn nur wüsste, wie ich die Bilder auch aufs Tablet* bekomme?

*ich weiß wie, ich brauche einen Adapter und den habe ich sofort bestellt!

ein Baum

… oder doch zwei Bäume in den Weinbergen bei den Felsengärten. Die Felsen habe ich nicht fotografiert – ich knipse sowieso viel zu wenig und müsste meine große Kamera wieder rausholen! Früher bin ich dort selbst geklettert. Sogar Carsten durfte auf dem Rücken meines Bruders die Felswände bezwingen. An schönen Tag ist dort viel Betrieb. Gestern waren die meisten Kletterer arbeiten und ich geh keine Felswand mehr hoch – nur zwischen ihnen träumend spazieren!

 

ein Raum zum Schreiben

Ich lese, schreibe, lese und denke nach. Ich streiche Worte durch, Wörter weg und ganze Sätze. Ich schmöckere in schönen Büchern und in grausamen, wie dem von dem Kind, das als Hund gehalten wurde. Ich lese vor – Jungsgeschichten und Bilderbücher von Drachen, die keine Prinzessin zum fressen mehr finden. 

Die Junioren sind fröhlich und lachen und stecken mich an. Andersrum wäre es Sch..?e. Der Frühling ist morgens kalt und nachmittags in seiner vollsten Blüte. Das Leben ist in Bewegung – äußerlich. Innerlich bin ich immer noch in der Orientierungsphase!

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