Behinderung, Familie, Gedanken, Junioren, Kuddelmuddel

aus der Welt gefallen

Heute Morgen, 4:01 Uhr – ich bin wach. Aufgewacht mit den morgendlichen Bauchschmerzen – das muss dringend abgeklärt werden. Es allein auf die Psyche zu schieben, wäre zu einfach! Der Kaffee schmeckt nicht. Nur aus Gewohnheit habe ich mir welchen gemacht – er schmeckt eklig. Und das, obwohl es eigentlich mein Lieblingskaffee aus der hiesigen Rösterei ist. 

Kurz vor  sechs ist Carsten wach. Fein, denn dann kann der Kerle schon ins Wasser – baden. Ich kann das Bett abziehen und Wiebke darf noch viele Minuten Zeit gewinnen, um nicht zu muffelig aufzustehen. Carsten dagegen ist ein Radio. Anstellen und schon geht’s los. – Die üblichen Morgenmeldungen!

Unser kleiner Kosmos funktioniert. 

Wiebke sitzt auf dem Klo, will nicht baden. Muss aber, weil sie gestern nach dem schwimmen nicht geduscht hat. Die Haare sind völlig salzverkrustet. Jetzt rede ich. Don Quijote kämpfte gegen Windmühlenflügel, ich kämpfe gegen 2 diskutierende Junioren am Morgen. – Jeden Morgen!

Dass mit dem Vesper ist auch nichts Neues mehr und dass beide morgens nur mit Mühe Kakao, oder so was trinken, ist auch Normalität. Aber alles was normal ist, muss nicht unbedingt auch gut sein. Mich kostet das jedenfalls jeden Morgen Nerven. Ich mache es gerne und selten werde ich mal laut. Aber ich mache auch drei xxx wenn sie im Bus sitzen. Sie fahren zu ihren Freunden!

Ich freue mich über jeden Kommentar und inzwischen auch über * – sind sie doch auch ein Zeichen, dass der Text gelesen wurde. Danke!

 

Familie, Gedanken, Junioren, Kuddelmuddel

16. November | der Tag davor

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Die nächsten Tage muss ich überstehen und den Junioren dabei helfen. Heute vor 6 Jahren waren wir im Pfannekuchen! Seit 6 Jahren überlege ich welchen leckeren Pfannkuchen MamS gegessen hat – ich weiß es nicht mehr. Alles was nach 13:30Uhr passierte, ist ein festgebrannter Film auf meiner Festplatte. 

Behinderung, Familie, Gedanken, Junioren

sieben Uhr dreiundvierzig

Heute mache ich drei Kreuze. Meine anstrengende Wiebke ist weg – in die Werkstatt gefahren worden. Schon beim Aufstehen knöttert sie vor sich hin und erklärt mir lang und breit, dass dieses oder jenes ja total doof ist und dass sie kein Brot als Vesper haben will und Müsli auch nicht, dass das Haarewaschen blöd ist und das Shampoo in den Augen brennt! Ununterbrochen meutert sie. Heute ist wieder ein Meckertag. „Die Hose mag ich nicht!“ „Welche Hose möchtest du stattdessen anziehen?“ „Weiß ich nicht!“ Weiß ich nicht, ist etwas, das Wiebke immer dann sagt, wenn sie nicht mehr weiterweiß oder nichts mehr zu dem Thema sagen will. „Ich pinkle in die Hose, die will ich nämlich nicht!“ „Okay!“

Es geht grad so weiter: Will keinen Kakao. Will keine Milch. Will keine Limo. Will keine Cola. Ich habe nix zu trinken!

Carsten erklärt mir – wie jeden Morgen – dass heute niemand kommt. „Auch in der Werkstatt kommt niemand. Wir sind unterbesetzt. J. hat sich krankgemeldet. S. ist krank. N. hat Fortbildung. „Wenn du Fortbildung hast, dann kannst du auch nicht arbeiten gehen!“ Recht hat er, aber ich kann es mir gar nicht erlauben krank zu sein.

„Die Jacke will ich nicht anziehen!“ „Ich auch nicht!“

Endlich sind sie weg! Jeden Morgen dasselbe Spiel!

Ubuntu ungamntu ngabanye abantu – Menschen sind Menschen durch andere Menschen. Es ist eine afrikanische Sprache – nur aus welchem Land kann ich nicht sagen, weiß ich nicht. Ich mag diesen Spruch so sehr. Was kann ein einzelner Mensch machen? Doch wirklich nicht viel!

…übrigens: ich freue mich über jeden Kommentar!

meine Audi-Dateien

Momentan sind die mp3-files nicht erreichbar. Ich hoffe aber sehr, dass sie wieder in den Weiten des www auftauchen!

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