Gedanken, Kuddelmuddel

Blogs und vermissen

Jetzt vor Weihnachten vermisse ich so manche Blogger mit Herz und vor allem Verstand. Von einigen habe ich noch eine E-Mailadresse. Ich habe sie angeschrieben. Zwei Antworten von sieben habe ich bekommen und eine war leider nicht die, die ich mir erhofft hatte. Diese Bloggerin ist im vergangenen Jahr gestorben – ihre Tochter hat mir geantwortet.

Mein Gedankenkarussell rattert, waren doch auch die anderen Vermissten in irgendeiner Form angeschlagen. Es waren bereichernde Begegnungen, ganz in meinem Sinn nicht oberflächlich. Die Blogs haben plötzlich aufgehört zu existieren. Zwei, drei Mails hin und her und dann war Funkstille. Bei einigen Kontaktabbrüchen habe ich es auf mich bezogen, weil ich ja keine einfache Gesprächspartnerin bin und es anstrengend ist, mit mir zu kommunizieren.Andere Kontakte habe ich einschlafen lassen und bereue es.

Eins weiß ich, die Bloggerlandschaft hat sich verändert. Schade, ich wünsche mit die intensiven Begegnungen auf Augenhöhe zurück. Hoppla das soll nicht heißen, dass  – oh, wie komme ich jetzt aus der Nummer wieder raus? – dass die momentanen Blogkontakte nur oberflächlich sind.

Veröffentlicht von piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. ❤️ -*-*-*-*-*-*-*-*- In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

12 Gedanken zu „Blogs und vermissen“

  1. Violine sagt:

    Die Bloggerlandschaft ist ein bisschen eingeschlafen, nicht wahr? So kommt es mir auch vor.

    1. piri ulbrich sagt:

      Ja, ich finde es ist unpersönlicher und beliebiger geworden. Früher (ja, ich weiß: früher war alles besser) war ein konstruktiver Austausch. Eingeschlafen – das trifft es!

      Da gab es auch noch nicht diese unleidigen Likes!

  2. Sonja sagt:

    Beipflicht, und ein wenig schief gelächelt…
    Gruß von mir

    1. piri ulbrich sagt:

      Ein ganz klein bisschen Wehmut ist immer dabei …

  3. Wechselweib sagt:

    Weiß ja nicht, wie es vorher war, bin ja erst seit einem Jahr dabei …
    Ich finde es teilweise durchaus noch persönlich und fühle mich ganz gut gesehen und sehe auch andere …
    Aber kann sein, dass es früher intensiver war …

    1. piri ulbrich sagt:

      Es war anders. Nicht so oberflächlich, ich fand es intensiver – es war nicht so viel Blabla – aber vielleicht bin ich auf den falschen Blogs unterwegs und vermisse einfach einige Menschen.

  4. Madddin sagt:

    Ich stelle auch bei mir eine Veränderung fest…ich möchte es Ermüdung nennen. Vielleicht lässt man zuviel an sich ran oder ist zuviel auf der Suche wonach auch immer? Ich bin müde.

    1. piri ulbrich sagt:

      Das meine ich nicht, beziehungsweise doch, denn bloggen scheint krampfhafter geworden zu sein. Auch die Erwartungen sind hoch. Leser wollen unterhalten werden und sind wählerisch, nehmen Blogs teilweise wie Illustrierte und konsumieren nur – es gibt kaum echtes Miteinander. Das war vor vielen Jahren besser!

  5. Madddin sagt:

    Ich verstehe dich. Man schaut dann mehr auf sich selbst als auf den anderen.

    1. piri ulbrich sagt:

      Ja, genau so.✨

  6. Michaela Höss sagt:

    Ich bemerke leider auch bei mir selbst, dass ich manchmal krampfhaft versuche meine Arbeit statt meine Gefühle und Gedanken mitzuteilen Danke für Deine Zeilen Und herzliche Grüße

    1. piri ulbrich sagt:

      Herzlichst zurück!

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