KategorieGedicht

ein Gedicht nur in Worten

Bitte – es liegt mir fern jemanden zu verletzen! Ein Schnellschuss von heute Abend.

Guten Morgen

Mitten in der Woche schlafen die Junioren noch tief und fest. So scheint es, haben sie es nötig! Der Arzttermin wurde sehr kurzfristig, gestern Abend noch, von der Praxisassistentin verschoben, dass die Herrschaften unverhofft einen freien Tag haben.

Dass sie schlafen, ist sehr erforderlich – die Nacht war einmal wieder hart. Welche Geister und Dämonen Carsten aufgesucht haben und wohin Wiebke dann entführt wurde, ist völlig egal – ich war nur darauf bedacht 2 Menschen in 2 entgegengesetzten Zimmern zu händeln.  Jetzt schlafen sie! Ich bin wach, habe watteweiche Unterschenkel und ein Grummeln im Unterbauch, das mir nicht gefällt …

Ich sterbe

Sehr provozierend – ich weiß. Aber auch ihr sterbt!

Unser Sterben beginnt, lange bevor wir geboren werden. Zeit online Wissen, eine Seite, auf der ich gerne stöbere, weil auch ein Laie, wie ich, vieles versteht, hat mich nachdenken lassen. Ich sterbe und ich habe auch davor Angst. Wahrscheinlich nicht einmal vor meinem eigenen Tod, wie es Mascha Kaléko schrieb:

Memento
Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang,
Nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?

Allein im Nebel tast ich todentlang
Und laß mich willig in das Dunkel treiben.
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.

Der weiß es wohl, dem gleiches widerfuhr;
– Und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur,
Doch mit dem Tod der andern muß man leben.

(aus:  Verse für Zeitgenossen)

Ich habe Angst, meine Junioren allein zu lassen. Was passiert mit ihnen, wenn ich nicht mehr da bin? Es wird Zeit, dass ich meine uralte Patientenverfügung, die Zukunft der Junioren  – wenn ich sie nicht mehr versorgen kann – und die Finanzen kläre. Ich scheue es, wie der Teufel das Weihwasser. Es ist verrückt! Aber ich werde es diesen Herbst/Winter verstärkt angehen. Noch geht es mir gut, noch sterbe ich nur den Tod, den alle sterben. Aber auch der kann sehr schnell kommen, kann plötzlich zuschlagen.

Erst letztens habe ich in einer Traueranzeige schmerzlich erfahren müssen, dass eine Studienkollegin gestorben ist. Nach langer schwerer Krankheit, hieß es. Was es war, werde ich nicht erfahren – tut auch nicht zur Sache, befreundet waren wir nicht. Wachgerüttelt hat es mich dennoch!

befreit von Zwängen

Frei wie der Wind
möchte ich gar nicht sein.
Denn Uferlos ist grenzenlos
und ohne diese
treibe ich dahin
im Nirgendwo und Irgendwo
zwischen allen Dingen
und find mich nicht
– noch nicht einmal
auf Wolke7  – wieder.

©petra ulbrich 

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Wenn es auch ab und zu Gedichte gibt, die scheinbar gliederlos sind, so bleibe ich immer noch ich. Wer kennt schon sich selber? Ich kann es von mir nicht behaupten. Dafür habe ich mich von WordPress-Statistiken verabschiedet, den leidigen Like-Button, zusammen mit dem JetPack-Plugin rausgeschmissen. Leider fallen dadurch auch die Abonnenten weg.

Ich gebe zu, ich schreibe nicht nur für mich; Kommentare – auch kritische – sind mir 1tausendmal lieber, als jedes hochpolierte Sternchen. Aber lieber nur a bissle was Gˋschwätzt, als a weng gedrückt.

Wehdam

ohne Gliederung

Die Hand
liegt da
wo keine
Hände liegen
sollen sie
doch greifen
und harte
Wahrheit spüren
soll sie
doch weich
ganz zart
dringen in
etwas ein
im Rausch
des Ausnahmezustands

© petra ulbrich

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Zu lesen im eigenen Rhythmus, mit eigener Intention und eigenen Gedanken…

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flieg ins Land hinaus

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Im Sommer ist Volksfestzeit. Eigentlich mag ich diesen Rummel nicht – zu viele Menschen, ein viel zu großes Angebot von Dingen, die ich nicht brauche und die wir, als Familie, auch nicht nutzen können. Trotzdem gibt es grade verstärkt Gedankenachterbahnfahrten. Ich habe viel zu erzählen, nur ist das wenig öffentlich …

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