Wollsocken | ein Abendgedicht

Ohne Wollsocken
gehen meine Füße kalt.
Ohne sie
sitzt der Teufel nicht
auf dem Bock
und ohne sie würde ich
erbärmlich frierend
untergehen.

© petra ulbrich

∙∙∙∙∙

Selbst kann ich immer noch keine Socken stricken …

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Im Autismus-Spektrum bin ich obendrein und habe Wünsche. In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder. ❤️ | ✨

Kategorien: Gedicht

7 Kommentare

  1. „… erbärmlich frierend untergehen“

    Wenn es nur — wie Wollsocken gegen kalte Füße — etwas gegen heiße Köpfe gäbe! Und / Oder gegen heißes Blut.

  2. Ich würde dir ja welche stricken. Soll aber lieber nicht. Meine Schulterprobleme im Februar kamen wohl größtenteils vom Stricken 🙁

  3. Schönes Gedicht.

    Wegen dem Zusatz: Konntest du das mal und kannst es mittlerweile krankheits-/behinderungsbedingt nicht mehr oder hast du es nie gelernt? Wenn du es nie gelernt hast, aber gerne können würdest: Kannst du mit einer Strickliesel umgehen? Das Konzept ist die Basis eines sogenannten Strickrahmens, die gibt es auch extra für Socken, vielleicht macht dir das Spaß. Ist nicht ganz so einfach wie es erst aussieht (für die Hacke braucht man eine gewisse Sicherheit), lernt sich aber schnell und mich persönlich entspannt das.

  4. Wollsocken stricken ist eine Kunst, dazu muss man Lust und viel Zeit haben.

  5. Liebe Petra, dein Gedicht, würde ich gerne an jedes Paar Socken, welches ich aus Schafwolle stricke, anhängen. Darf ich das? Dein Name kommt natürlich dazu. Ich muss immer Pflegehinweise für Wolle anhängen und dein Gedicht würde alles etwas schöner machen.

Copyright © 2026 voller worte – mit und ohne Innenfutter

Theme von Anders Norén↑ ↑