Kuddelmuddel

Was hörst du?

Schließ die Augen. Was hörst du im Moment, gerade jetzt? Dass die Vögel zwitschern? Der Wasserkocher blubbert und du aufstehen und dir den Tee überbrühen solltest. Hörst du den brummenden Kühlschrank? Oder das Radio, das du vergessen hast auszumachen, im Schlafzimmer? Mach es aus und horche in dich hinein. Dann hörst du dein Blut rauschen – ganz ehrlich, ich habe es ausprobiert. Den Tinnitus aber besser ausblenden und stattdessen die Lieblingsmusik hören. 

Ich höre meinen Regulator ticken und denke daran, dass Schlagwerk wieder aufzuziehen, damit es zur halben und vollen Stunde gongt. Und jetzt werde ich den Fernseher anschalten – diese laute Stille lässt mich zu sehr nachdenken! Ach, viel lieber würde ich ein winnewinnewippa hören und das Genörgel, doch lieber noch im Bett bleiben zu wollen, als aufzustehen…

Veröffentlicht von piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. ❤️ -*-*-*-*-*-*-*-*- In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

8 Gedanken zu „Was hörst du?“

  1. Marion Eve sagt:

    Liebe Piri Wenn Nummer bekannt: Telefon!
    Was ist das, der Flickenteppich auf dem neuen Bild?

    Dran bleiben, mutig und tapfer bleiben!

    Liebevoll Marion

    1. piri ulbrich sagt:

      Die Grafik ist vor einigen Jahren von einem Freund gestaltet – die Bedeutung kenne ich nicht, denn der Kontakt ist leider abgerissen.

      1. gerda sagt:

        wie ich sehe, sind dort vermutlich heilige Texte in verschiedenen Sprachen und Schrifttypen eingefügt. Ich kann nur den griechischen lesen, soweit er lesbar ist. προσλαμβανεσθε … und vermute, dass er aus einem Brief des Paulus an die Römer stammt, in dem er die Gemeinde auffordert, sich gegenseitig zu dienen, so wie Christus ihn in den Dienst gestellt hat. Aber sicher bin ich nicht.

  2. Ursula sagt:

    Ich wünsche mir das Wort “Ooma” zu hören 🙁

  3. isa sagt:

    Ich fülle die Stille gerade mit Anthem von Leonad Cohen
    und warte sehnsüchtig auf eine Tasse Kaffee, die es vielleicht in einer Stunde gibt.
    Alles besser als deine Sehnsucht. Ich wünsche dir reichlich Ablenkung und täglich Fortschritte in der Genesung <3

    1. piri ulbrich sagt:

      Leonard Cohen war ein guter Tipp von dir! Astrud Gilberto habe ich gefunden und mich erinnert, dass ich enttäuscht war, als mir MamS diese CD schenkte – heute habe ich die Lieder sehr gerne gehört.

  4. M. - K. sagt:

    Hallo Piri, ich höre nur mein Blut rauschen, es ist ganz still und ich kann das gut aushalten.
    Beim schreiben hat gerade ein Auto gehalten, vorm Fenster, Autotür zu machen. Kurz darauf Eingangstür. Gewohnte Geräusche, die gut tun, es gibt die anderen im Haus noch.
    Sonnig kalte Grüße an Dich!

  5. Paula sagt:

    Höre momentan gern und viel meine Lieblingsmusik von Norah Jones, das tut gut! Ich lasse auch gern den Fernseher oder das Radio laufen, fühlt sich nicht so einsam an.

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