Behinderung, Familie, Gedanken

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Montag ist’s! Montag ist (fast) immer schwierig. Aufstehen fällt schwer, auch mir und besonders nach dieser Nacht! Ist eigentlich Vollmond? Danach gebe ich eigentlich nichts, aber geschlafen habe ich auch nicht viel. Der Kerle auch nicht – um halb eins hat er noch auf- und umgeräumt.

Heute kam auch ein Aushilfsfahrer. Einer, der dachte nicht einmal bis zur Haustür kommen zu brauchen. Er blieb einfach am Auto stehen und als ich ihn bat, mir zu helfen kam er in einem Tempo, dass Schnecken ihn überholen konnten. “Ich fahre aber nur eine Woche!” Unser Fahrer hat aber fünf Wochen Urlaub und ich habe keine Lust jede Woche einen neuen Fahrer  zwei Tage einzuarbeiten und wenn dann jemand noch zwei linke Hände hat und Carsten gar nicht tragen will, weil er Angst hat, was kaputtzumachen, dann ist das für mich ein erheblicher Mehraufwand. In der Leitstelle konnten sie mir auch nicht sagen, wer nächste Woche fährt. So leben wir mit Überraschungen!

Carsten muss zunehmen – er hat zumindest nichts mehr abgenommen. Aber ich muss abnehmen. Keine Schokolade mehr, kein Süßkram überhaupt – oh menno, das fällt mir schwer, wo doch bei uns überall Naschzeug herumliegt, damit der Kerle es sieht und zugreift. Halleluja, das erfordert Disziplin – und ob ich diese aufbringen kann?

Minna rödelt. Betten waschen. Nun ja, das Leid der Hausfrau ruft!

Im Garten wächst das Unkraut. “Lass es wachsen, so ist es wenigstens grün!” Eine gute Bekannte gab mir diesen Rat und für heute befolge ich ihn wirklich sehr gerne. Nur spätestens Übermorgen muss ich mir Handschuhe anziehen und ran an das Kraut …

… mein Bügelbrett steht vor dem Fernseher bereit. Es wird Herbst und meine Blusen müssen gebügelt werden. Wiebkes Teppichflecken habe ich eingeschäumt – hoffentlich geht der Dreck, den sie mit dem Rollstuhl eingefahren hat, weg. Also, es gibt was zu tun – packen wir’s an!

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Wenn ihr wollt, dürft ihr uns gerne einen kleinen Obolus in den imaginären Hut werfen! Ich sage übrigens herzlichen Dank an die wunderbare Spenderin.  Oder aber,  ihr kommentiert mal, denn sehr viel lieber als alle Likes der Welt, mag ich echte Kommentare. Auch dafür sage ich herzlichen Dank!

Veröffentlicht von piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. ❤️ -*-*-*-*-*-*-*-*- In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

2 Gedanken zu „verzetteln“

  1. Sonja sagt:

    Munteres Schaffen wünsche ich dir, und auch erfolgreiches Zu- und Abnehmen!
    Ich begebe mich ans Himbeergrünabschneiden…
    Nächste Woche, wer weiß, kommt vielleicht ein sehr zuvorkommender, hilfreicher Fahrer!?

  2. Ursula sagt:

    Ich fress mich zZ (vor allem nachts) mit Salzigem voll. So große Salzstangen.

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