Familie

gleichzeitig im Leben

Regenbogen

Das Leben ist manchmal schon ein verrückter Gemischtwarenladen. Trauer, Sonnenschein, Sehnsucht, Chaos und mittendrin bitte noch gute Laune.

Heute wird ein wunderschöner Spätsommertag. Perfektes Wetter für einen Ausflug mit MamS und unseren Junioren. – Raus, los, irgendwohin, Spaß haben, gemeinsam lachen. Ja, und dann die Erkenntnis: Ach ja … du bist nicht mehr da. Scheiße! Ich hätte dich heute verdammt gerne dabei. Nicht nur weil du beim anziehen und versorgen hilfst! Alleine motivieren, anziehen, versorgen, organisieren und dabei selbst nicht völlig den Überblick zu verlieren, das kostet enormes Improvisationstalent.

Du fehlst mir vor allem als Lieblingsmensch. Als Gesprächspartner, dem ich alles erzählen konnte. Du fehlst, als Kummerkasten und Partner beim Quatschmachen und lachen. Und natürlich fehlst du mir als der Mensch, an den ich mich einfach kuscheln konnte. Du fehlst. Jeden Tag.

Wir werden heute einen wunderschönen Tag haben, obwohl du fehlst. Wir sind zu einem Fest eingeladen und werden feiern.

Das Leben fragt nicht, ob es gerade passt. Wir leben!

Familie, Gedankenchaos, Kuddelmuddel

nachts

Manchmal, nachts, in der großen Stille, wache ich auf, lausche und flüstere dann wie lautlos ins Dunkle: „Bist Du da?“

Ich sollte mal etwas Kluges schreiben, nicht nur immer wehmütig an das denken, was nicht geht. Das sehen, was machbar ist, und stolz darauf sein.

Stolz? Warum denn ausgerechnet stolz auf etwas sein, das ich für selbstverständlich halte? Somit komme ich zum Zitat: Oftmals greife ich, nach so vielen Jahren – inzwischen habe ich sogar ein anderes Bett – links neben mich und fasse ins Leere. Oder ich taste Bücher, die ich lesen möchte und nicht lesen will. Nicht lesen kann, weil ich entweder dazu zu müde bin oder mich momentan kognitiv überfordert. Seichte Literatur – was auch immer man sich darunter vorstellt –, meist hochgeschätzte Jugendliteratur – verschlinge ich, es bleibt aber nichts hängen. Ich vermisse MamS – und jetzt bin ich wieder dort gelandet, wo ich immer lande – ich vermisse ein Gegenüber, mit dem ich mich auch mal streiten kann.

Ich vermisse ihn aber nicht nur deswegen. Vor Jahren wären wir an einem Pfingstsonntag wie diesem weggefahren und hätten etwas erlebt. Wären vielleicht sogar an den Gardasee gefahren, in irgendeine Pension, denn die Unterkunft war nicht so wichtig, Hauptsache weg aus dem Alltag, woandershin …

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Ist das jetzt etwas Kluges? Garantiert nicht! Aber ich mag gerade nicht über Politik schreiben. Weder um die im eigenen Land noch weltweit. Es liegt so viel im Argen. Meine kleinen eigenen (politischen) Differenzen mit den örtlichen Behörden und die Kämpfe um Teilhabe reichen mir vollkommen im Moment.

Gedankenchaos, Musik

wie das wohl ist?

Am Samstag ist von meiner Freundin die Enkeltochter auf die Welt gekommen und der Papa von der Welt gegangen.

Wiebke fragt mich heute Morgen: „Wie das wohl ist, wenn man morgens aufwacht und ist tot?“ „Wenn man tot ist, wacht man nicht mehr auf,“ entgegnet Carsten, „aber die kleine J. hat die Seele ihres Uropas gekriegt und so ist das immer auf der Welt! Jemand stirbt, jemand anderes wird geboren.“ Mein Part war nur noch zu sagen: „Das ist der Lauf der Welt!“