Familie, Gedanken

Wie lieb’ ich diese Menschen

Heute Nacht konnte ich mich nicht sattsehen und schnuppern musste ich und streicheln – zum Glück haben die Junioren einen festen Schlaf. Nur Wiebke hat leicht gemurrt und die Hand weggezogen. Carsten dagegen hat geschnurrt wie ein Kater. Es gibt niemanden, den ich lieber habe als meine Kinder. Auch wenn ich sie von Zeit zu Zeit auf die Rückseite des Mondes schicken möchte und gerade, wenn Wiebke im seichwarmen Bett liegt und mir freudestrahlend verkündet, dass sie soeben ins Bett gepisst hat. Oder Carsten sucht ein ganz bestimmtes Legoteil, das vor 2 Sekunden noch da war und nun im Nirwana verschwunden ist. Und ausgerechnet so ein Teil gibt es nicht in unserer Asservatenkammer.

Aber wenn dann ein strahlendes Lächeln kommt – das schönste auf der ganzen Welt –  und dann gleich zweimal, dann strömt Liebe und ich weiß, ihr wisst, wie Liebe strömen kann!

Gedicht

nachts verdichtet

Und dreißig Jahre sind kein Tag
Auch dreiundsechzig nicht
Schon gar nicht sieben

Sieben mal sieben mal sieben
Auch das sind nur Stunden
Die nicht vergehen

Und hundertdreiundfünfzigtausend Stunden
Sind nichts ohne Liebe

© petra ulbrich