Behinderung

kotzen

Mir rutscht jedesmal mein Herz in die Hose, wenn Carsten zu schnell seine Aufbaunahrung trinkt und prompt anfängt zu husten.

Es ist ein Trauma – definitiv! Der Kerle muss doch was essen! Warum lässt man mich so alleine? Den Spruch, dass man so schnell nicht verhungert, diesen Spruch kann ich nicht mehr hören, ohne zu schreien. Ja, ernsthaft – schreien! Denn diese Menschen kennen Carsten nicht. Und glaubt mir, man kann! Carsten hat kein Hungergefühl und sein Magen fasst keinen Eierbecher voll Essen – alles, was darüber hinausgeht, ist zu viel!

Und meine Angst – wenigstens diese Angst – ist sehr real und keinesfalls diffus.

Schonungslos
  • Weil es so ist
  • weil ich nichts beschönigen will
  • weil mich diese Angst auffrisst
  • weil ich so alleine damit bin
  • … und wer damit nicht klarkommt, der soll wegbleiben
  • ich komme auch nicht damit klar – muss aber bleiben
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Behinderung

essen bzw. nicht | kurze Notiz

Eine von zwei und eine halbe von einer halben!

Carsten hat eine von zwei Astronautendrinks und eine halbe Halbliterflasche Cola wieder mit nach Hause gebracht. Ansonsten hat er weder getrunken, noch gegessen – den ganzen langen Arbeitstag. Und ich kann den heilpädagogischen Fachkräften keinen Vorwurf machen. Sie bemühen sich wirklich – aber an den Kerle heranzukommen ist verdammt schwer.

Mir zittern einmal wieder die Knie!