Kuddelmuddel

nicht nur zur Weihnachtszeit

Carsten ist ein begnadeter Bäcker, aber es stimmt auch – Plätzchen schmecken zu jeder Jahreszeit! Wenn sie dann mit so viel Liebe gebacken werden, dann sind es die weltbesten Kekse ever.

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Ein kleinwüchsiger Mensch, der nicht auf die Arbeitsplatte in der Küche gucken kann – auch dann nicht, wenn er sich im Rollstuhl streckt – dieser Kerle hat es uns gezeigt. Er hat gezeigt, dass er sich nicht unter kriegen lässt und dass er mit der Hilfe einer Freundin dennoch einen guten Teig zustande bringt. Ausgestochen hat er die Plätzchen am Tisch. Anstrengend war es für Carsten, sehr anstrengend! Er musste genau gucken wohin er das Ausstecherle steckte. Wenn man nicht gut sehen kann, ist das eine Riesenleistung.

Dieser behinderte kleine Mann hat uns wieder einmal aufgezeigt, dass das Leben „herrlich schön“ sein kann. Auch wenn es verdammt schwer ist!

Gedanken

Blablatage

Wie viel Blabla habe ich in den letzten Tagen gehört, aber auch wunderbare Gespräche geführt!

Nein, es gibt kein negatives Fazit zu ziehen, denn wo Licht ist – und sei es nur eine flackernde Kerze – wo Licht ist, ist auch Schatten. Diese Schattenspiele liebe ich. Da huscht hinter der rotgolden schimmernden Flamme ein Fabelwesen mit fünf Beinen hervor und stolpert nicht einmal dabei. Stattdessen zeigt es mit seinen zweieinhalb Fingern ein Herzchen und versucht mir einen gehauchten Kuss durch die Lüfte zu schicken. Tollpatschig, wie ich bin, stolpere ich über den Brödlebären, der mich betörend mit bunten Zuckerperlen angelockt hat. Den kleinen Fuchs, der sich beim backen eine scharfe Note an der Schwanzspitze eingefangen hat, tangiert das nicht: „Ihr müsst ja das Dunkle nicht essen. Macht sowieso nur schwarze Gedanken!“

Laubhügel habe ich zusammengerecht, der Nachbarsgärtner hat sie in die Tonne gekloppt. Die Igelfamilie, die geplätzchente, wandert morgen mit zum Basketball und die, die draußen vor der Tür wohnt, der werde ich ein heimliches Versteck bereiten, das der nette Mann von Nebenan auch als solches erkennen kann.

Heute war kein Blablatag, jedenfalls in der Wirklichkeit nicht. Morgen wird keiner sein. Für die kommende Nacht habe ich Opioide bereit – ich sollte endlich einmal wieder ohne Geisterschatten mich in Morpheus Armen wiegen – ob ich wohl heute mal die nächtliche Runde in die Juniorenzimmer auslasse?