Ich baue Schubladen
für all diejenigen,
die bisher in keine passen.
Wenn ich denn schreinern könnte!
Ich täte es gerne.
Viel lieber, als Schubladen bauen,
würde ich Mauern in den Köpfen einreißen.
Würde für jeden ein Dach bauen
um nicht nass zu werden –
um beschützt zu sein
– vor Schubladendenken.
©petra ulbrich
Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Im Autismus-Spektrum bin ich obendrein.
In Momenten, in denen ich an
mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder.
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18. Oktober 2019 14:18 — 14:18
Wenn ich nur Arm und Hand links wieder benutzen könnte… ich käme so gern in deine Werkstatt. Gemütlich mit dir zusammen sitzen, an duftendem Holz arbeiten, plauschen, denken, lachen, zwischendurch Kaffee schlürfen… das stelle ich mir wunderbar vor!
18. Oktober 2019 15:43 — 15:43
Ja, das wäre schön – ich könnte so einiges von dir lernen und zusammen hätten wir Spaß!
Allerdings gibt es diese Schubladen bei mir nicht. Es sind Setzkästen und die Zeit des Bleisatz ist lange vorbei …
18. Oktober 2019 16:35 — 16:35
Sehr schöne Worte, die mich anrühren.
20. Oktober 2019 15:14 — 15:14
Schöne Worte, ja, tatsächlich.
Doch eins: Ständiges Denken ohne Schubladen (unbewußtes Einordnen von „Sachen“ aufgrund gemachter Erfahrungen oder Bildung usw. usf.) ist wirklich verdammt schwer. Für einen einzelnen Vorgang aber kann ich es aufheben.
20. Oktober 2019 15:52 — 15:52
Es ging mir darum niemanden vorzeitig in Schubladen zu stecken. Dass wir ein Dazugehörigkeitsgefühl brauchen und unser Wissen katalogisieren müssen, um es abzurufen steht außer Frage.
23. Oktober 2019 20:54 — 20:54
Dann hatte ich das (aus meinen Erfahrungen heraus) mißverstanden. Verzeih mir bitte …