Familie

gleichzeitig im Leben

Regenbogen

Das Leben ist manchmal schon ein verrückter Gemischtwarenladen. Trauer, Sonnenschein, Sehnsucht, Chaos und mittendrin bitte noch gute Laune.

Heute wird ein wunderschöner Spätsommertag. Perfektes Wetter für einen Ausflug mit MamS und unseren Junioren. – Raus, los, irgendwohin, Spaß haben, gemeinsam lachen. Ja, und dann die Erkenntnis: Ach ja … du bist nicht mehr da. Scheiße! Ich hätte dich heute verdammt gerne dabei. Nicht nur weil du beim anziehen und versorgen hilfst! Alleine motivieren, anziehen, versorgen, organisieren und dabei selbst nicht völlig den Überblick zu verlieren, das kostet enormes Improvisationstalent.

Du fehlst mir vor allem als Lieblingsmensch. Als Gesprächspartner, dem ich alles erzählen konnte. Du fehlst, als Kummerkasten und Partner beim Quatschmachen und lachen. Und natürlich fehlst du mir als der Mensch, an den ich mich einfach kuscheln konnte. Du fehlst. Jeden Tag.

Wir werden heute einen wunderschönen Tag haben, obwohl du fehlst. Wir sind zu einem Fest eingeladen und werden feiern.

Das Leben fragt nicht, ob es gerade passt. Wir leben!

Gedankenchaos

Abenteuer

Die wahren Abenteuer finden im Alltag statt. Zum Beispiel mit gebrochenem Daumen ein Bett beziehen. Oder dreimal in der Nacht ein Kind aufs Klo setzen, das Blasenentzündung hat. Ohne Murren die Dreckspuren im Eingang putzen. Oder im hintersten Eck des Kellerschranks eine alte Waage finden und feststellen, dass diese noch voll in Schuss ist. Nebenbei die schönen geschliffenen Weingläser der Oma sehen, diese spülen und beim ersten Schluck daraus, sich im Wohnzimmer der Großeltern wähnen und sich erinnern, dass der Opa lieber Frankenwein und die Oma lieber lieblichen Moselwein trank. 

… und dann kommen die Erinnerungen an wunderschöne Enkelzeiten zurück. 

Gedankenchaos

Rückzugsort

Mir fällt so gar kein Text ein. Ich könnte schreiben, dass ich einen riesigen Topf Gulasch gekocht und unendlich viele Kartoffeln geschält habe. Dass ich dem Töchting die Haare geschnitten und frisiert habe. Dass dem Kerle so langsam seine ausfallen und er über coole Mützen nachdenkt. Dass mein Badezimmer blitzt und blinkt und ich endlich einen geruchsdichten Windeleiner habe. Dass Schokolade jetzt wirklich zugeteilt wird (auch mir). Aber das ist doch langweilig! Flaschen habe ich auch weggebracht und Kisten Getränke geschleppt. Meine rechte Hüfte muckert – der Knochen, nicht der Muskel drumherum.

Die Augen fallen mir zu. Meine Bildung reicht grad noch für ein paar wenige Podcast. An lesen ist nicht zu denken. Apropos Denken – was ist das?