Gedanken

nichts vormachen

Wie ich entscheide, eine Situation zu betrachten, beeinflusst ganz wesentlich, ob ịch die Macht habe, sie zu ändern oder ob ich die Dinge verschlimmere. | Marshall B. Rosenberg

Passwortschutz aufgehoben: Bitte sorgfältig behandeln.

Ich mache mir nichts vor, ich brauche meine Kinder, ich vermisse sie. Einerseits ist das eine schöne Erkenntnis, andererseits ist es nicht gut. Ich bin allein! Es gibt Menschen um mich herum, natürlich – aber ich bin dennoch allein. Inzwischen bin ich auch sehr eigenbrötlerisch geworden und misstrauisch…

Ostersonntag war ein schönes Mittagessen mit zwei Frauen, sehr anregende Gespräche auf Augenhöhe und gestern ein Spaziergang im Regen. Es tut mir leid das sagen zu müssen – ich bin einsam. 

Ich hätte gerne eine Krankheit, die man behandeln kann. Stattdessen bin ich eigentlich gesund, nur meine Psyche spielt mir immer wieder Streiche und ich bin verzweifelt einsam. Viel Gelegenheit jemanden kennen zu lernen, habe ich auch nicht und jetzt, jetzt da ich Zeit habe, nutze ich sie nicht. Meine spärlichen Bemühungen scheinen ausschließlich Mühe zu sein und überhaupt nicht zu fruchten. Ganz viel läuft ins Leere. Ich bemitleide mich selber und hoffe immer darauf, dass jemand anderes mein Leid sieht. Nicht nur sieht, sondern auch hilft und sei es nur, um mich in den Hintern zu treten. 

Veröffentlicht von piri

✨ In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder. ✨ Hier gibt es die Möglichkeit etwas in den, wenn auch nur virtuellen Hut zu werfen. Herzlichen Dank!

3 Gedanken zu „nichts vormachen“

  1. C Stern sagt:

    Ich bin gerade verblüfft – wir haben uns heute beide mit Marshall B. Rosenberg beschäftigt …

    Ich kenne auch Situationen, in denen ich Zeit hätte, etwas zu unternehmen, wo mir allerdings dann aus innerer Erschöpfung der Antrieb fehlt. Genau das möchte ich jetzt nachhaltig ändern, das ist auch eines der Themen meines Coachings, das ich begonnen habe.
    Kann es sein, dass Du Dir viel mehr wünschst, überhaupt gesehen zu werden? Nicht nur, dass Dein Leid gesehen wird?
    Liebe Grüße, C Stern

    1. piri sagt:

      Ja, ich möchte gesehen werden, nicht nur Mittel zum Zweck sein! Auch einmal wahrgenommen werden, egal wie. Deswegen bin ich oft auch so wurschtig – doch erwachsen ist das nicht.

  2. christine b sagt:

    auch wenn es sicher generell öfter so ist mit dem gefühl von einsamkeit, aber jetzt ist es sicher noch mal um vieles ärger, denn deine kinder sind nicht da, auf einmal tut sich ein riesenloch auf und nichts ist zu tun, man fällt ja dann komplett aus dem flow in die einsamkeit.
    ich glaube, mir würde es auch so gehen, dass mir die kontaktarmut dann ganz besonders zu schaffen macht wenn niemand da ist, niemand redet, niemand singt, niemand lacht ……
    schön, dass der ostersonntag eine ausnahme war und du dich mit jemanden getroffen hast und nette stunden verbringen konntest.

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