Kuddelmuddel

Maisamstag

Draußen ist alles herrlich grün. Hier drinnen ist es bunt – aber auch grau! Natürlich ist das Töchting schon wieder seit eineinhalb Stunden wach und auch ans sehr frühe einkaufen ist nicht zu denken. Verhungern werden wir nicht, aber ich hätte gerne mal wieder einen Lebensmittelmarkt (mit den Junioren zusammen) von innen gesehen. Spargel und neue Kartoffeln, dazu Sauce Hollandaise und vielleicht noch etwas Schinken  – doch, ich kann Wiebke, wenn sie wach ist, nicht mit Carsten zuhause lassen. Sie bekommt Panik und fühlt sich, trotz, dass ich sage, dass ich bald wieder komme, alleine gelassen…

 

Veröffentlicht von piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. ❤️ -*-*-*-*-*-*-*-*- In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

12 Gedanken zu „Maisamstag“

  1. isa sagt:

    Ich kann die Angst verlassen zu werden von Wiebke nachvollziehen. Wenns drauf ankommt registriert man schlagartig die Abhängigkeit. Ohne einen greifbaren Ausweg kommt schnell Panik auf. Hoffentlich kommt ihr trotzdem irgendwie an den Spargel und die neuen Kartoffeln.
    Spargel gabs bei mir schon ewig nicht mehr. Ein Geschäft von innen zu sehen wäre mir auch mal wieder eine willkommene Abwechslung. Vor allem mal wieder Obst und Gemüse selbst aussuchen und spontan etwas wählen zu können. Das wäre doch mal was.Habt ein schönes Wochenende und lasst es euch soweit möglich gut gehen 🙂

    1. piri ulbrich sagt:

      Wir werden sehen. Aber uns geht’s ja noch Gold, im Gegensatz zu dir. Wir kommen wenigstens zum spazieren raus. Ohne Corana schon mit massiven Einschränkungen kämpfen zu müssen, ist mit diesem Schietvirus und denn daraus resultierenden Maßnahmen doppelt blöd. Bei den Junioren kommt dazu, dass sie gar keinen Kontakt zu ihren Kumpels haben. Und du, liebe isa, bist auch sehr isoliert in deiner Wohnung – überhaupt, sowieso schon. Auch ich vermisse andere Menschen – und das sagt jemand, der relativ menschenscheu ist ….

      1. isa sagt:

        Mein Brötchengeber schiebt reichlich Arbeit in mein Homeoffice. Bei meiner Motorik und dem Seh- und Hörvermögen nicht so einfach. Da gibt es reichlich zu tun, ohne Zeit über Isolation nachdenken zu können. Ich hab meinen Arbeitzplatz bis dato noch nicht verloren. Da bin ich echt froh. Du bist sicher auch froh deine kleine Familie wieder vereint zu haben, auch wenn dir das sch… Corona viel mehr Verantwortung und Arbeit auflädt. Bleibt zu hoffen, dass die Werkstätten einen Weg finden, dass sie wieder öffenen können. Ab 4. Mai 2020 sollte das ja unter Auflagen erlaubt sein.

        1. piri ulbrich sagt:

          Die Werkstatt hat mir signalisiert, dass es vor Mitte Juni – wahrscheinlich später -nichts wird. Alles okay, aber an der alleinigen Verantwortung und der Ungewissheit, was, wann, wo, weshalb mit den Junioren (und auch mit meiner Einsamkeit) passiert, das macht mich kirre.

  2. B sagt:

    Vielleicht kannst Du eine App auf Töchtings Tablet installieren. Und dann kann sie so mit einkaufen gehen, wenn Du über Dein Smartphone mit ihr verbunden bist…..natürlich nur in Ausnahmefällen, aber das gäbe ihr vielleicht Sicherheit.

    1. piri ulbrich sagt:

      Das kann sie nicht!

      1. B sagt:

        Ich dachte nur auf den Bildschirm schauen….

      2. B sagt:

        Dann war das wohl eine schlechte Idee.

        1. piri ulbrich sagt:

          Nö, war eine gute Idee – du konntest doch nicht wissen, dass Wiebke das nicht kann.

    2. B sagt:

      Ich bin auch zusehends genervt, aber es ist halt alles eine Risikoabwägung.

  3. Paula sagt:

    Kannst Du nicht mit Wiebke 20 Minuten allein in den Edeka, schafft Carsten das?

    1. piri ulbrich sagt:

      Tatsächlich war ich 20 Minuten alleine einkaufen. Die Pastorenfreundin hat kurz gesittet.

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