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erschüttert

Ja wirklich, ich war völlig geschockt und erschüttert, als ich las, dass Marie Sophie Hingst tot ist! Fräulein ReadOn war eine Bloggerin aus Irland. Bei der Kaltmamsell habe ich es gelesen – mich macht das traurig und rüttelt mich aber auch auf. Wie weit darf man gehen?

Nachtrag: Am Abend wiedergefunden

Veröffentlicht von piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein. ❤️ -*-*-*-*-*-*-*-*-  In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

9 Gedanken zu „erschüttert“

  1. Barbara sagt:

    Naja…. wie weit darf man lügen… immerhin hat sie sich als Jüdin ausgegeben, das macht sich für eine Deutsche nicht gut.
    Bloggen hat mehr Macht als man manchmal glaubt. Ich vermute, dass sie psychische Probleme hatte.

    1. piri ulbrich sagt:

      Ja, wie weit darf man lügen? Wie weit geht man, wenn man im Grunde seines Herzens völlig einsam ist und sich nach Aufmerksamkeit sehnt? Ich werde nicht über Frau Hingst spekulieren, aber ich möchte nur anmerken, dass sie jemand war, der offensichtlich in vielerlei Dingen sehr begabt war und damit nicht klar kam.

      Bloggen hat eine enorme Macht. Manche Blogger schaffen ihre eigene Welt – und es werden nicht wenige sein, die das tun. Eine Fantasiewelt, in der die Realität verzerrt wird. Es wird beschönigt und überzeichnet – in jeder Hinsicht – manches wird dramatisiert, aber es wird auch kleingeredet. Wir müssen uns vor Augen führen, dass Blogbeiträge immer nur eine Momentaufnahme sind und gewisserweise manipulieren. Gewollt oder ungewollt, es ist nur eine Wahrheit – die Wahrheit des Augenblicks und manchmal die, die man sich erträumt.

      1. Barbara sagt:

        Ich stimme dir in allem zu. Deine Antwort war ein liebevoller Nachruf.

      2. Wechselweib sagt:

        Ich bin auch sehr traurig.

    1. B sagt:

      Ich habe eben den Irish Times Artikel gelesen. Dieser Journalist hatte sie persönlich getroffen und danach entschieden, den Beitrag nicht zu veröffentlichen. Es war wohl deutlich, dass sie schwere psychische Probleme hatte.
      Ich bin hin- und hergerissen. Immerhin veröffentlichte sie als promovierte Historikerin offensichtliche Lügen in einem Bereich, der für Deutsche ein sensibles Thema ist. Andererseits war sie offensichtlich psychische sehr krank. Letztendlich hätte sie Hilfe gebraucht.

  2. Paula sagt:

    Für mich gibt es eine klare Grenze zwischen Erfindung und Wahrhaftigkeit. Sie war offenbar psychisch krank und hat sich eine eigene Realität geschaffen, talentiert sicherlich, und hätte lieber Erzählungen und Romane schreiben sollen.

    1. piri ulbrich sagt:

      Oh, es ist gut, wenn du die klare Grenze siehst! Ich sehe sie nicht immer und ich denke, jeder macht sich seine Wahrheit selber. Kranke Menschen, psychisch kranke Menschen haben eine große Wahrheitsfantasie!

  3. christine b sagt:

    schrecklich schade, dass diese sympathische und begabte frau es nicht geschafft hat, sich zu stellen und sich für ihre fehler zu entschuldigen.
    das hat sie psychisch leider nicht geschafft, wahrscheinlich war ihr während der erfindung ihrer jüdischen verwandten, die sie gerne gehabt hätte, nicht bewußt, was sie da gemacht hat , auch ihren lesern angetan hat.
    sie hatte einfach eine tiefe sehnsucht, jüdisch zu sein.
    die wurde ihr mit der aufdeckung genommen und mit dem verlust konnte und wollte sie wohl nicht weiterleben.
    sehr traurig!

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