Heute musste ich an einer Kasse anstehen. Die Schlange war lang. Die Kundin am Tresen hatte die Ruhe weg und die Kassiererin eine Engelsgeduld. Hinter mir, der dicke Mann hatte leichten Körpergeruch. Ich trat, so weit es mir möglich war, einen Schritt nach vorne. Der Mann rückte auf. Ich trat einen Schritt zur Seite, der Mann rückte noch mehr auf. Mein Herz schlug im Hals. Ich hörte den Mann hinter mir atmen. Ich fühlte mich bedrängt.
„Sagen Sie mal, wollen Sie noch näher rücken?“ „Ich hab‘s eilig!“, war die Antwort. Aber immerhin ist er einen halben Schritt zurückgegangen.
Mir pocht jetzt, nach fast einer Stunde, immer noch das Herz viel zu aufgeregt! Dieser Mann war mir suspekt – ich hab schon seine Hand irgendwo gefühlt und mir ist kotzübel…
7. November 2025 16:20 — 16:20
Solche Kerle kann ich auch nicht ausstehen.
Seit Corona ist die Drängelei an der Kasse zum Glück zurück gegangen.
8. November 2025 7:02 — 07:02
Das hatte nichts mit normaler Drängelei zu tun, das war eindeutig sexuelle Blästigung!
7. November 2025 17:50 — 17:50
Einkaufswagen nehmen und hinter der Person stellen. Ich mag das auch nicht.
8. November 2025 7:01 — 07:01
Gab keine Einkaufswagen – und warum hinter die Person stellen?
7. November 2025 22:33 — 22:33
Sehr unangenehm.
8. November 2025 7:00 — 07:00
Absolut.
8. November 2025 5:48 — 05:48
Ich lasse solche Leute dann immer vor, da bleibe ich in Kontrolle.
8. November 2025 7:00 — 07:00
Nee, ganz bestimmt nicht! Der Mann war eindeutig übergriffig und frauenfeindlich eingestellt. Wenn ich mehr Zeit gehabt hätte, dann hätte ich einen Skandal gemacht – da passte nämlich nichts dazwischen.
8. November 2025 7:33 — 07:33
Ich habe eine Zeit in den USA gelebt, da hat ein solches Provozieren Konsequenzen. Einmal hat mich ein Mann bis nach Hause verfolgt.
Inzwischen passieren Übergriffe in Deutschland ja auch immer häufiger. Ich bin da vorsichtiger.
8. November 2025 8:08 — 08:08
Körperliche Grenzen sind keine Verhandlungssache.
Ob man es Machtgehabe, Unaufmerksamkeit oder bloßen Reflex nennt oder eine unbewusste Grenzüberschreitung des Gegenübers – völlig egal.
Ich erlebe das häufig im Betrieb, zwischen Kunden und mir: Mache ich einen Schritt zurück, kommen sie im gleichen Moment einen Schritt näher. Sage ich Stopp – und das passiert gar nicht so selten – sind sie plötzlich peinlich berührt oder erschrocken, als hätten sie gerade erst bemerkt, dass da überhaupt eine Grenze war.