Kuddelmuddel

darf man nicht sagen

Darf man nicht sagen, schon gar nicht eine Mutter und erst recht nicht, eine Mutter von zwei behinderten Junioren! Aber was darf man nicht sagen? Dass man sich Ruhe wünscht, eine Auszeit, mal jemanden, der oder die für mich sorgt, bei dem ich mich fallen lassen kann, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Zeit für mich und nicht nur morgens ein paar Stunden zwischen Hausarbeit, Arzt und auf dem Sprung sein!

Es ist alles gut! So gut, wie es in Coronazeiten mit behinderten Angehörigen sein kann. Krisenstimmung allenthalben und jede Aktivität wird natürlich wieder runtergefahren. Das sehe ich ein, es ist notwendig. Ich hatte wirklich gehofft, die Coronalage wäre diesen Winter entspannter oder sogar vorbei. Jetzt ist klar, es geht so oder noch brisanter weiter, als im vergangenen Winter. Für uns bedeutet das, Isolation. Für mich bedeutet das, Anspannung, mehr Arbeit – psychisch und physisch! Da bräuchte ich viel mehr Auszeiten …

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Ich werde jetzt Köstlichkeiten des täglichen Bedarfs besorgen gehen und am Nachmittag das Belustigungsprogramm fortsetzen. Man gönnt sich ja sonst nix! – Übrigens gehts mir gut!

Veröffentlicht von piri

Ich danke fürs lesen. Hier gibt es die Möglichkeit etwas in den, wenn auch nur virtuellen Hut zu werfen. Herzlichen Dank! ✨ Bitte nichts kopieren und mein Urheberrecht berücksichtigen. ✨ In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

7 Gedanken zu „darf man nicht sagen“

  1. ee. sagt:

    Natürlich darf man das sagen! Ich finde es auch sehr wichtig, mal Zeit für sich zu nehmen.
    Man ist ja nicht die 24/ 7 Bespassungsmaschine der Kinder.
    Hab einen schönen Tag! 🙂

    1. piri sagt:

      Zeit für sich zu haben ist sehr wichtig, nur wenn keine da ist, dann wird es schwierig! Dann kommen Stimmen von außerhalb, die sagen, dass ich ja meine Kinder endlich in ein Heim geben sollte!

      1. Gudrun sagt:

        Doch, Petra, das darfst du sagen. Du bist rund um die Uhr im Einsatz. Das ist ein bissel viel.
        Ins Heim würde ich meine Kinder aber auch nicht geben.

  2. Pe sagt:

    Doch…. das darf man sagen…. und warum sollst du deine Kinder ins Heim geben?! Du willst ja keine ständige Ruhe sondern nur eine wohlverdiente Auszeit!
    Du weisst ich kann besser reden als tippen … Ich schicke dir noch eine Whatsapp 😀

  3. Der Emil sagt:

    „Endlich ins Heim geben“? Also, wer das sagt, hat den Arsch sperrangelweit offen und ganz offensichtlich keine, gar keine Ahnung vom Leben im Heim – und dann noch jetzt zur Pandemie.

    Entschuldige diesen Ausbruch. Und außerdem: Du darfst das sagen. Mußt es sogar, wenn es gehört werden soll, damit es gehört werden kann. (Und ich höre es und finde trotzdem keine Möglichkeit, konkret zu helfen … und dafür schäme ich mich durchaus.)

    1. piri sagt:

      Mach du dir keinen Kopp, du bist räumlich so weit weg – geht doch gar nicht, wie willst du aus der Entfernung helfen?

  4. Verwandlerin sagt:

    Es ist alles sehr zermürbend: deine persönliche Situation und die gesellschaftliche auch.
    Dein Bedürfnis nach Ruhe kann ich sehr gut nachvollziehen.
    Ich habe es auch.

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