Frostnacht flüstert Eis
voller Worte, voller Angst:
morgen kommt der Stern
Mein Traum in der Nacht, mein nächtlicher Traum – einer, von dem ich nicht weiß: ist er gut oder schlecht?
Frostnacht flüstert Eis
voller Worte, voller Angst:
morgen kommt der Stern
Mein Traum in der Nacht, mein nächtlicher Traum – einer, von dem ich nicht weiß: ist er gut oder schlecht?
Der Herbst schert hurtig Berg und Tal
Mit kalter Schere ratzekahl.
Der Vogel reist nach warmer Ferne;
Wir alle folgtem ihm so gerne.
Das Laub ist gelb und welk geworden,
Grün blieb nur Fichte noch und Tann‘.
Huhu! Schon meldet sich im Norden
Der Winter mit dem Weihnachtsmann.
Joachim Ringelnatz
∙∙∙∙∙
Warm ist es im Haus. Mit der Tasse voll Milchkaffee sitze ich auf dem Sofa, gucke raus, sehe die letzten Blätter am Baum festkleben und das Vogelhäuschen, das schon wieder ratzeputz leer gefressen ist. Ich mag sie nicht, die Tauben, die den anderen Vögeln das Futter klauen. Und wahrscheinlich sind meine Meisenknödel zu alt – haltbar bis April 2025 – die Vögel verschmähen sie!
… und irgendwas muss ich mir für die putzigen Eichhörnchen ausdenken. Nur heute wird das schwierig, die Junioren husten, schniefen und besonders mein Töchting hat eine mittelschwere ‚Männergrippe‘.
Bunt sind schon die Wälder
Und die Stoppelfelder?
Der frühe Morgen graut
Politisch ganz schön laut!
Bunte Blätter fallen
Rote, grüne, gelbe
Sinken lautlos grell
Aus Ministerhallen
Geige tönt und Flöte
Bei den Statementworten
An vertrauten Orten
Und im Mondesglanz
Große Worte schweben
Zwischen Schwafelreden
Kühler weht der Wind
Und der Herbst beginnt
© petra ulbrich
∙∙∙∙∙
Mir sind die Worte durcheinandergeraten, ich würde gerne den Himmel bemalen und Melodien komponieren, Krach machen und ganz still fluchen, aber auch laut singen und ganz leise die Finger bewegen.
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