Kategorie: Gedanken

Wünsche ich mir Unmögliches?

Es scheint so!

15:55 Uhr – viele Fragen mal wieder und keine Antworten.

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Einem Unzufriedenen

Sieh, ich verstehe ja dein Fluchen;
Aber die Welt bleibt wie sie war,
Dein Haß verändert sie um kein Haar.
Die Menschen sind eine verdorbene Brut,
Aber du selber – bist du denn gut?
Ich würde es mit der Liebe versuchen.

Hermann Hesse

wie soll die Überschrift nur heißen?

Außerdem weiß ich auch gar nicht, wie ich anfangen soll. Wir brauchen Menschen, Menschen, die etwas mit uns unternehmen  – wollen oder können. Wir suchen Helfer*innen! Allein im letzten Dreivierteljahr sind uns vier Menschen abgesprungen. Ich gebe zu, dass ich bei einer Helferin nicht fair war, aber sie war sehr langsam und unsicher – ich war für sie zu schnell. Vielleicht auch zu unkonventionell, jedenfalls sind wir ziemlich aneinandergerasselt. Eine andere Helferin ist inzwischen viel zu alt geworden, sie traut sich das nicht mehr zu und ist jetzt auch ins betreute Wohnen gezogen. Eine junge Frau macht ein Sabatical und wird sich vermutlich anderweitig orientieren. Und der tolle Jugendreferent aus dem Nachbardorf ist weggezogen .

Wir brauchen dringend neue Helfer*innen!

Alles, was ich bisher unternommen habe, war nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Auf mein Plakat hat sich niemand gemeldet. Eine Anfrage beim örtlichen Bürgerverein hat etwas gefruchtet, eine tolle Frau hat sich gemeldet – sie kann leider nicht regelmäßig kommen.  Aber genau das wünsche ich mir für die Junioren und mich. Regelmäßigkeit, Verlässlichkeit, Planbarkeit!

Heute sitze ich hier und habe Bauchschmerzen. Wir haben Gelder zur Verfügung und können es nicht ausgeben, weil sie gebunden sind. Es ist nicht mein alleiniges Problem. Es ist ein gesellschaftliches, denn an ehrenamtlichen Mitarbeitern fehlt es an allen Ecken und Kanten. Hauptamtliche Helfer kann ich mit dem Geld nicht bezahlen und will diese auch nicht, denn sie sind an Zeiten gebunden. Dass ich hier im Blog Helfer*innen finde, erwarte ich nicht, dazu sind wir alle viel zu verstreut. Ich möchte nur klarmachen, dass es für pflegende Angehörige eine zusätzliche Belastung ist, auch noch immer und immer wieder auf der Suche zu sein. Ich kenne einige Familien, denen es auch so ergeht. Sie pflegen aufopferungsvoll ihre behinderten Kinder, sie finden niemanden. Ich bin verzweifelt. Seit drei Tagen sitzen wir hier alleine rum –  es regnet, da kann man sowieso nicht viel machen. Heute ist Wein und Wiesewandertag, bei dem regnerischen Wetter werden wir leider nicht mitwandern können – ich hatte Parteikollegen gefragt ob sie mit schieben helfen und ich habe eine Zusage. Wenn ich jetzt wieder absage, weil ich nicht möchte, dass die Junioren krank werden und das Wetter unerwartet doch hält, dann bin ich unzuverlässig…

Vermaledeite Crux mit Kuddelmuddelgedankenchaos.

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10:36 Uhr – schweren Herzens habe ich abgesagt. Wir gehen nicht mit aufs Wiesenfest – es ist mit 17°C zu kalt für die rollstuhlfahrenden Junioren. Sie bewegen sich nicht. So schade, es wäre eine wunderbare Gelegenheit gewesen uns in der Gemeinde zu zeigen!

Träume

Schief geträumt, verworren und sehr krudes Zeug. 
Gespenster der Nacht, da sind sie erwacht, wollen nicht schlafen. 
Am Morgen machen sich Sorgen auf dem Weg in den Tag – sie holen mich ein, die Träume der Nacht. 
Die Gestalten verblassen mit den Kaffee im Bauch. 
Es erwachen die Kräfte, der Mut und die Liebe. 
Aber Obacht: Angst verschwindet nicht ganz, ich nehm sie an die Hand, führe sie durch den Tag und sag ihr am Abend: Gute Nacht!

Es sind verdichtete Gedanken an einem Regenmorgen, nach einer Nacht mit Diskussionen übers Schlafen, wach sein und Sorgen. Wieder niemand da zum reden, helfen und austauschen. 

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Immer gleich, immer gleich anders, immer neu!

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Trockenes Wetter wünsche ich allen. Hier ist Unwetterlage. Vor unserer Haustreppe fließt ein Rinnsal. Die Feuerwehr ist schon raus – pumpen.

19:37 Uhr – Man mag es kaum glauben, schon eine Stunde kein Regen. Die Gedanken schießen nicht mehr von einer Ecke zur anderen und meine rechte Schulter hat sich beruhigt, es zwickt jetzt im am (nicht im) linken Fuß.

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