Kategorie: Gedankenchaos

Frauen

Frauen die nichts fordern, werden beim Wort genommen – sie bekommen nichts.

Auch wenn es so schön rosa daherkommt, so stimmt es dennoch. Internationaler Frauentag ist noch nicht. Doch ist nicht jeder Tag ein Tag für alle? 

Ich bin irre alt! Ein bisschen macht mich das, nicht nur wehmütig, sondern auch traurig. Okay, körperlich bin ich fit und ich denke, es bleibt so. Dennoch weiß ich, dass meine Kräfte schwinden. Schwinden – wie das klingt – sie werden weniger, oder mein Töchting wird schwerer. Heute Morgen war es kein Problem sie aus dem Bett zu holen. Es gab aber auch schon Tage, da musste ich schwer schnaufen. Ich lese immer noch Elke Heidenreichs Buch, jetzt die letzten Seiten, und dies Buch …

Mir geht’s gut. Ich lebe mit den diffusen Ängsten, habe es gelernt. Ich werde auch noch lernen, diese, wenn nicht vollständig zu vertreiben, so doch wenigstens ab und zu zu vergessen. Vielleicht ist es auch nur gut zu akzeptieren, dass sie zu mir gehören.

Vorm Haus rasen die Autos vorbei. Es ist eine Dreißiger-Zone, aber seit im Dorf die Hauptstraße teilweise gesperrt ist, nehmen viele die Abkürzung durch unser Mischgebiet. Die Sonne kommt raus!

Begegnung

Eine Bekannte ist Muslima. Wenn wir uns treffen, haben wir uns immer etwas zu erzählen – sie mag die Junioren sehr leiden. Plötzlich unterbricht sie das Gespräch und sagt: „Ich muss jetzt beten.“ „Beten Sie für mich mit?” Sie antwortet: „Ich bete für die ganze Welt!”

alte Zeiten

Manchmal – wird verwendet, um auszudrücken, dass etwas zwar mehrmals vorkommt, aber dass es nicht regelmäßig der Fall ist. Ich verwende dieses Wort gerne. Wer hier im Blog liest, weiß das. Manchmal wünschte ich mir, ich hätte meine frühen Blogbeiträge nicht gelöscht. 2002, oder war es sogar schon früher, hatte ich mein erstes Weblog bei myblog (die Plattform gibt es nicht mehr. Ich habe sie jedenfalls nicht gefunden). Es war sehr einfach gestaltet und anfangs kannte jede jeden. Vorher war ich in einem Forum einer großen Frauenzeitung aktiv. Und bei der Hausfrauenrevolution von Marie Theres Relin. Dementsprechend war ich selbst mit meinem Blog schon damals (wie das klingt, damals, als ob es schon Ewigkeiten her ist) dabei. Es war ein lebhaftes Durcheinander. Offen, ehrlich, kontrovers! Dagegen ist das heute in den normalen Blogs langweilig. 

Ich habe meine Gedichte veröffentlicht. Auch darum bedauere ich, das Blog gelöscht zu haben, denn diese sind futsch. Schade drum, denn es waren gute Ideen. Deswegen will ich nicht jammern, sind nicht mehr da – es kommen andere!

Freier war ich damals, sicherlich auch sehr viel jünger und voller Flausen im Kopf. Auch diese (die Flausen)  hätte ich gerne wieder, heute könnte ich – mit dem Wissen, was ich jetzt habe – eine Menge erreichen. Mir fehlt die Energie, die ich damals hatte. Was ist aus den anderen Mitblogger*innen geworden? Ich vermisse die Menschen. Mit einigen hatte ich mich getroffen. Mit einigen waren diese Treffen sogar von Anfang an, wie wenn man schon sehr lange befreundet war. Solche Treffen vermisse ich. Kann man das vielleicht erneuern? 

Manchmal mag ich mein Kuddelmuddelgedankenchaos. Übrigens waren Blogs viel interaktiver und es hagelte Kommentare 😉 .

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