Kategorie: Behinderung

ein neuer Stern

Darf ich überhaupt erschüttert sein? Um ein Kind trauern, das ich nicht einmal persönlich kannte? Das aber eine sehr ähnliche Behinderung wie meine Junioren hatte? Ein gleiches Gesundheitsrisiko? Ist es nicht blasphemisch? Geht‘s doch dem Kerle gerade sehr gut! Ich denke ja. Was geht in meinem Hirn herum? Welche Ängste kommen wieder nach vorne? Mehr, als wenn jemand anderes gestorben ist. Ein nahes Schicksal verbindet, auch wenn man sich nicht kennt.

das bisschen Kreativität

Überall laufen glückliche Menschen herum,
zeigen das auch.
Ein Hund verliebt sich in einen Baum.
Vermutlich wird es bald regnen.

Die schwarze Katze streunt
durch Nachbars Garten.
Wenn ich sie erwische,
ist’s mit dem Glück vorbei!

© piri ulbrich

Nichts mit Kreativität, sogar zum Kuchen backen hat es nicht gereicht. Der Kerle: „Was wollen wir mit einem ganzen Kuchen?“ Töchting kontert: „Essen!“

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Ich darf nicht schreiben. Das gefällt dem kleinen Weib nicht – da fängt sie an zu meckern: „Guck lieber in ein Buch!“

Hallo, ist jemand Zuhause?

So eine Frage gibts hier nicht. Wir wohnen zwar auf dem Dorf, aber es kommt außerordentlich selten bis gar nicht vor, dass jemand kommt und: „Hallo, ist jemand Zuhause?“ fragt! Im Grunde sind wir auch hier sehr isoliert. Sehr viele Menschen kennen die Junioren vom sehen, nur werden beide nicht angesprochen. Ich würde mich so freuen wenn einfach mal jemand vorbeikommt, ein bisschen bleibt, mit uns redet oder spielt etc. – Dorfnormalität eben. So wie es in der Nachbarschaft fast täglich passiert. Wir beißen nicht und Behinderung ist auch nicht ansteckend. Gerade heute bin ich darüber wieder sehr traurig!

16:19 – heute einmal wieder ein Fortsetzungsbeitrag: Dem Töchting muss ich jeden Bissen in den Mund reden. Dafür hat der Kerle ein Winzigschälchen Erdbeeren gegessen und kommentiert nun Bundesligaspiele. Er liegt auf seinem Gartenkissen und scheinbar geht’s im gut. Wenn er denn wenigstens noch etwas anderes essen würde?

Gerade in diesen Momenten vermisse ich MamS so sehr – auch nach über zehn Jahren. Wir könnten uns die Aufgaben teilen. So springe ich hin und her. Motiviere meine Tochter und den Sohn und merke einmal wieder, wie unterschiedlich sie doch ticken!

17:26 – noch viel zu schön, um rein zu gehen. Deswegen wird das Tablett auch draußen aufgeladen.

Abendbrotpizza um 18:58 – und ich habe mir wieder ein Brandbläschen eingefangen!

 

Beim Kerle funktioniert essen manchmal mit Tablett vor der Nase!

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