Autor: piri

Kommentare unterliegen meiner Zustimmung! Alles was mich triggert, und das ist meine Entscheidung (auch wenn sich einige dann gekränkt fühlen), wird nicht freigeschaltet. ❤️ Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig! In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder.

Wattetage

Abend und immer noch in Unruhe. Unbehaglich mit mir selbst obendrein. Fusselig quasselnd rede ich den Junioren seit Tagen jeden Schluck Flüssigkeit in den Mund. Zusätzlich zur Einsamkeit sind die Träume auch noch versteckt.

Wenigstens kratzt in der Ferne eine Geige ihr jammervolles Lied.

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– viel zu viel heute –

Herz in die Hose

Fang das Sonnenlicht ein bis es verschwindet. 

Mir sitzt, wieder einmal, mein Herz in der Hose. Meine Angst ist präsent, viel zu gegenwärtig. Und dann ist da auch noch People Pleasing, ich will es allen recht machen, suche Fehler zuerst bei mir. Eigene Bedürfnisse stelle ich hintan. 

Heute Nacht habe ich einen Podcast gehört, in dem es um Geschwisterkonstellationen ging. Ertappt – ich bin die Älteste von sechs Geschwistern – schon zu Kinderzeiten habe ich mich gekümmert und habe nur außerhalb der Familie rebelliert (auch wenn es anders aussah). Schon damals habe ich alles ‚falsch gemacht‘ und wollte es doch allen recht machen und nur geliebt, gesehen, anerkannt werden.  

Jetzt, tagsüber unruht es in mir sehr. Der Freundin habe ich geschrieben, sie hat geantwortet, ich habe nur die ersten Zeilen gelesen und traue mich nicht weiter. Hab ich Sch..ße gemacht, in dem ich gefragt habe, ob ich was falsch gemacht habe? O je. Angst komm raus, du bist umzingelt! Aber wenn sich die Angst immer um sich dreht und in den eigen Schwanz beißt? 

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Pflege und Versagensangst hängt eng beieinander und ist nicht mein alleiniges Problem. Angst nicht gerecht zu werden – sich selbst, den Freunden, dem System, der Nachbarschaft, der Gesellschaft, etc pp, macht einsam.

 

Pause

Das Dorf schläft noch.

Gestern Abend, nach dem glücklichen Sieg der Fußballer gab es sogar einen kleinen Autokorso durchs Dorf – das Töchting hat mordmäßig gemeckert: „ICH WILL SCHLAFEN!“

Ich wollte es auch. Doch wer bewacht das kühlende Haus? Alles ist hier (fast) ebenerdig zu erreichen, und meine Angst vor Einbrechern, die uns rauben (so Wiebke) ist gigantisch. Nacht der offenen Tür!

An Pause ist nicht zu denken. Überhaupt machen meine Gedanken keine Pause. Nebenbei ein bisschen waschen – verschwitzte Bettwäsche, T-Shirt, kleine, mittelgroße und große kurze Hosen. Rufe ich meine Freundin an, oder warte bis sie ausgeschmollt hat?

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Momentan sitze ich bei beginnender großen Hitze in der Wohnung und fühle mich überfordert und total allein. Das Wochenende habe ich bisher gut gemeistert. Dass ich das kann, wusste ich und doch hatte und habe ich große Bauchschmerzen.

Freunde werden heute an den Seen fahren und Spaß haben. Wir könnten auch, aber da niemand ins Wasser zum Schwimmen gehen will (zu kalt das Wasser) bringt es nichts in der Wärme auf der Wiese zu schmoren. Wir sind für Freunde in dem Fall eine Belastung. Ich bin neidisch und gönne doch jedem das, was sie machen. Mit zwei Menschen im Rollstuhl bin ich schon sehr gebunden.

Ich werde es versuchen zu Hause schön zu machen, meinen Junioren wird es an nichts fehlen und ich werde zwei Tage keine Erwachsenengespräche geführt haben!

Smalltalk liegt mir nicht, ich möchte gute tiefe Gespräche – aber wenn …

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