Nein, ich tue es nicht. Obwohl mir sehr danach ist. Das Pflegeneuordnungsgesetz dürfte euch auch inzwischen in irgendeiner Weise untergekommen sein. Entlastung bringt das für pflegende Angehörige nicht – es ist eine Backpfeife. Pflege ist nicht nur Hand anlegen. Pflege ist oft eine wahnsinnige psychische Belastung. Diese Belastung sieht man nicht. Stattdessen kommen weise Ratschläge: Achte auf dich, etc pp.
Wie oft wiederholen Angehörige immer und immer wieder manche Sätze. Wie oft hören sie bestimmte Sätze, Worte und sehen Handlungen, die sie triggern und worauf sie tunlichst nicht reagieren sollten, weil sonst die Situation eskaliert. Im Außen ist man dann oft der/die Böse, weil die zu Pflegenden das ja nicht mit Absicht machen und man doch die Contenance bewahren sollte.
Die Nerven liegen blank. Wenn man dann etwas unwirsch reagiert, wird man als kapriziös, arrogant, unsensibel und mehr gesehen. Die Anspannung, das Zusammenreißen und die große Liebe dahinter ist so selbstverständlich. Als ob wir Maschinen wären!
Sorry, ich möchte doch kotzen!
6. November 2026 09:34 — 9:34
Das ist schlimm und wird immer schlimmer. Und die Tendenz geht immer mehr weg von Solidarität. Dabei ist es nötig, sich zu helfen und helfer zu unterstützen. Pflege ist nicht einfach. Und man verliert auch schnell Freunde. Auch die Arbeit. (Ich bin jetzt Rentner, und ich habe vor 10 Jahren meine Mutter gepflegt, zusammen mit meinen Geschwistern. Mehrere Jahre. Alle Verbesserungen sollen wieder beseitigt werden, die seitde eingeführt wurden. Aber auch damals wurde schon gekratzt.)
Viel Erfolg und Glück
Bernd
6. November 2026 10:14 — 10:14
Gefallen tut mir da nix, nur kundtun, dass gelesen, und ich verstehe deinen Zorn!
6. November 2026 11:57 — 11:57
Du hättest aber jedes Recht, das zu tun! Ich bin auch wütend beziehungsweise könnte auch kotzen.