Autor: piri

Kommentare unterliegen meiner Zustimmung! Alles was mich triggert, und das ist meine Entscheidung (auch wenn sich einige dann gekränkt fühlen), wird nicht freigeschaltet. ❤️ Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig! In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder.

Hitzeausraster

Es ist zu viel, definitiv zu viel für die kleinen Körper der Junioren. Tagsüber war es okay. Ich konnte sie gut beschäftigen. Gegen Abend spürte ich dann die Unruhe. Die Hitze schlägt zurück. Die Nerven sind angespannt. Der Kerle hasst es ständig daran erinnert zu werden, dass er trinken muss. Das Töchting nuckelt an ihrer Saftflasche und kein Tropfen erreicht ihren Mund bis ich ihr ein Ultimatum stelle, dann ist die Flasche plötzlich leer. 

Es ist Bettgehzeit ohne Tablet. Jetzt rastet Carsten aus. Er bräuchte es, meint er. Wiebke schreit aus Solidarität mit. Ich bleibe eisern und werde dafür gekratzt und getreten. Ruhig ziehe ich den Kerle eine frische Windel an, setze das Töchting aufs Klo und schnappe mir dann eine nach dem anderen und trage sie dreizehn Stufen ins Souterrain, das ich gestern fälschlicherweise als Keller bezeichnet habe und das im forderen Bereich eben diese großen Fenster hat. 

Sie liegen friedlich nebeneinander und sind garantiert in fünf Minuten selig in Morpheus Armen!

Ich werde noch einen heißen Pfefferminztee trinken und dann darauf hoffen, dass sie mir (die Junioren) beim Schlafgott ein kleines Stückchen freigehalten haben. 

Kommt gut durch die Nacht und schlaft gut. 

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Nachtrag am anderen Morgen 06:59 Uhr – Nachtrag am anderen Morgen 06:59 Uhr- Bei allem Respekt, behinderte Menschen zu versorgen bei der Hitze ist zusätzlich zum eigenen Schwitzen und den daraus resultierenden eigenen schlechten Befindlichkeiten Schwerstarbeit! 

hinsetzen und reden

Manchmal reicht es, sich einfach hinzusetzen und zu reden.

Gestern habe ich einer Dachgeschossfreundin Asyl gewährt. Es ist nicht nur für sie schön, im kühlen Keller schlafen zu können. Es ist auch für mich wunderbar. An so brüllendheißen Tagen kommen wir nicht vor die Tür. Es tut mir für die Junioren sehr leid, aber wenn sie Gesellschaft haben, können wir auch etwas unternehmen. Schwimmen gehen zum Beispiel. Einmal durchs Wasser ziehen – für uns bedeutet das ca. zweieinhalb Stunden unterwegs sein – das kann ich nicht alleine und so bin ich der ‚Untergeschlupften‘ außerordentlich dankbar.

Nebenbei habe ich jemanden zum reden, und wir bereden alles mögliche und quatschen auch ein bisschen über die Hitze, die uns gewaltig auf den Geist geht!

Klagenfurt

Der Bachmann-Preis ist dieses Jahr an mir vorbeigegangen. Heute findet die Prämierung statt, und ich habe in der Nacht zumindest einige Lesungen nachgeholt. Am meisten beeindruckt haben mich die Texte der Frauen, und Jovana Reisingers kurzer Text ist mein Favorit. Wahrscheinlich liegt das an seiner Kürze und der fehlenden epischen Breite.

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12:12 Uhr – Okay – gewonnen hat sie nichts! Aber der Gewinnerbeitrag von Lena Schätte hat es mehr als verdient.

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