Autor: piri

Kommentare unterliegen meiner Zustimmung! Alles was mich triggert, und das ist meine Entscheidung (auch wenn sich einige dann gekränkt fühlen), wird nicht freigeschaltet. ❤️ Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig! In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder.

eine Brückengeschichte

Mir fällt zum Thema Brücke, Georg ein. Georg, der beste Mitschüler in meiner Klasse. Er war allseits beliebt und konnte so gut rechnen. Jeder, auch die Lehrer dachten damals, der wird bestimmt ein großer Architekt. Georg konnte aber noch viel mehr, er verdrehte den Mädchen reihenweise den Kopf, wickelte sie um seinen Finger und versprach ihnen das Blaue vom Himmel, nur um an eine Zigarette oder eine Flasche Bier zu kommen. Schon beim Abitur war er oft nicht recht anwesend, brachte dann aber doch den besten Notendurchschnitt zustande!

Gabi, seine Freundin war wiederholt ziemlich sauer auf ihn wenn er sturzbetrunken bei ihr auftauchte. Das hinderte beide aber nicht zu heiraten. Georg studierte ganz gegen unsere Vermutung Psychologie und Gabi brachte, nach ihrer Banklehre, das Geld ins Haus.

Dann sind wir weggezogen, ich hörte lange Zeit nichts mehr vom Freund aus Kinder- und Schultagen. Jedes Mal, wenn ich in meine Heimatstadt kam, dachte ich daran, die beiden zu besuchen, dachte, ob sie wohl Kinder haben und ob Georg eine Praxis aufgemacht hat? Im Telefonbuch fand ich sie nicht – das hieß aber gar nichts, denn menschenscheu waren sie schon immer.

Es gab immer etwas anderes zu tun – Zeit ist knapp und wir wohnen auch zu weit weg.

Jetzt aber habe ich durch eine Dritte gehört, dass Georg sich von seiner Frau getrennt hat (oder war es umgekehrt?) Kinder gibt es keine, vielleicht wären sie ein guter Grund gewesen, dass sich Georg besser in Griff gehabt hätte.

Denn heute, so habe ich gehört, lebt unser Kumpel von damals mit anderen Kumpels unter einer Brücke …

Words

Anders Edenroths Words übersetzt, passt so wunderbar zu voller-worte.

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Worte, ein Buchstabe und eine Reihe von Buchstaben werden die Menschheit für immer in ihren Bann ziehen.
Worte, Besitz des Bettlers und des Königs, jeder, jeden Tag, du und ich, wir alle können sie sprechen.
Worte, ein kompliziertes Werkzeug, vom Menschen erschaffen, von der Menschheit mißbraucht.
Worte, Obsession des Genies und des Narren. Jeder, jeden Tag, überall und auf jede Weise.
Oh Worte!
Finde sie, du kannst sie nutzen. Sag sie, du kannst sie hören. Schreib sie, du kannst sie lesen. Liebe sie, fürchte sie.
Worte, die uns von Anfang an mitgegeben wurden; von allen empfangen, und wir sind zu einem Leben mit Worten verurteilt.
Worte, Eindruck der Dummen und der Klugen. Jeder, jeden Tag, du und ich, wir alle können sie sagen.
Worte, in deinem Kopf können sie lebendig werden, wenn sie leise, laut, bescheiden und stolz gesprochen werden.
Worte, Ausdruck der Lebenden und der Toten. Jeder, jeden Tag, überall und auf jede Weise.

Schade

Der Täter wird wieder einmal stark durchleuchtet, es wird versucht zu verstehen warum er diese Amokfahrt gemacht hat. Alle Nachrichten drehen sich um ihn und wieder einmal werden die Opfer nur Zahlen! Keine Persönlichkeiten, keine Menschen, keine Schicksale – absolut schade!

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