Autor: piri

Kommentare unterliegen meiner Zustimmung! Alles was mich triggert, und das ist meine Entscheidung (auch wenn sich einige dann gekränkt fühlen), wird nicht freigeschaltet. ❤️ Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig! In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder.

rot wird‘s heute noch nicht

Erstens aus Mangel an roten Blusen oder T-Shirts und zweitens, weil rot noch blasser macht – und durchscheinend bin ich eh schon. 

Vielleicht sollte ich zum Optiker und eine rosagetönte Brille kaufen? Würde ich dann Karl-Heinz‘ (unsere Haus- und Lieblingsspinne) Kunstwerke wenigstens zu würdigen wissen?  Mich nervt der zunehmende Dreck und die Unordnung in der Wohnung.

Heute Mittag bin ich beim Lungenarzt – und dann geht‘s bergauf.

Und eventuell schaffe ich es noch beim Drogeriemarkt meines Vertrauens vorbei, dort kaufe ich mir rote Stofffarbe und zwei gräulichweiße T-Shirt werden rot!

ab morgen trage ich Rot

Regennassgrün ist von gestern
Unschuldweiß steht mir nicht
Allerweltsblau hat den Touch des Gewöhnlichen
Quittengelbzeit ist noch nicht
Hellblasslila macht einen fahlen Teint
Altbeigegraue Hosen und dazu
Buntgetupfte Tücher locker um
den Hals geschlungen heben den Anschein
von gewollt und nicht gekonnt
Avantgardeschwarz trägt jede
Mischfarbengrau ergibt schlechte Laune

Bleibt nur Rot
Rostrot, Rosenrot, Feuer, Liebe, Leben

Finde die Farbe deiner ganz eigenen Sprache.

©️piri ulbrich

Disziplin

Disziplin ist nicht alles, aber ohne Disziplin ist alles nichts.

Ohne meine Disziplin und ohne meinen eisernen Durchhaltewillen … Ne, ich möchte mir nicht vorstellen, was dann wäre. 

Gestern Morgen bin ich aufgewacht und habe gedacht überm Berg zu sein. Der Berg reichte noch nicht einmal bis zu nächsten Klo.

Der Kerle und das Töchting sind wunderbar, meist verständnis- und rücksichtsvoll. Es ist ihnen granatenmäßig langweilig. Ich tue mein Bestes. Im Moment ist mein bestes allerdings ganz schön wenig. Ich bin krank – und nicht nur ein bisschen!

Jetzt lege ich mich diszipliniert aufs Sofa, mache die Augen zu, damit ich das Chaos um mich herum nicht sehe und um zu atmen. Mit rasselnder Lunge ist sogar die einfachste Tätigkeit eine Herausforderung. Wenn dann plötzlich auch noch das Zwerchfell fest‘gefahren‘ ist und unangenehm sticht, jeder Atemzug weg tut und sechs Stufen einer Mont Everest Besteigung gleichen, dann möchte ich den ganzen Tag schlafen, denn dann schmerzt nichts.

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