Worte

Es gibt Worte, die ich nicht mehr mag:

  • bald 
  • später
  • irgendwann
  • demnächst
  • vielleicht
  • weiß ich noch nicht
  • mal sehen
  • eventuell
  • wenn gutes Wetter ist

Um uns herum sind die Menschen krank. Alles schnieft oder hustet. Ich habe dazu keine Lust. So wenig, dass ich gerade die Treppe hochgefallen bin. Als wir hier einzogen, ist mir das oft passiert. Platsch, lag ich da! Ich muss aufpassen – sehr aufpassen. Jetzt habe ich nur blaue Flecken am Schienbein und Kopfweh, aber ich hätte auch rückwärts wieder runterfallen können … mich schlauchen diese Ferien.  

Mein schlechtes Gewissen nagt – ich möchte den Junioren mehr bieten und mir auch. Es ist so langweilig! Die fitten Helfer sind anderweitig unterwegs und nun wird es draußen auch noch bitter bitter kalt. Ich habe das Gefühl, wir versauern hier. Und, dass ich meinen Kindern im Weg stehe. 

Liegt‘s an den Kopfschmerzen? Oder woher kommt der Weltschmerz? Ich habe ja in der Seitenleiste geschrieben, dass ihr hier als Leser einiges aushalten müsst  

Erst mal noch einen Kaffee.☕️

Alles verpasst?

  • Die erste Tasse Kaffee
  • Das erste Mal die Junioren wecken
  • Das erste Lachen
  • Der erste Blick in den Himmel
  • Das erste Glockenläuten
  • Der erste Kakao für Wiebke
  • Die erste Astronautenkost für Carsten
  • Das erste Lied der Wiener Philharmoniker

… aber die Chancen die kommen, diese werde ich greifen – mit offenen Armen und wachem Verstand!

Ein gutes neues Jahr – euch allen!

der erste Beitrag

… scheint immer der schwerste zu sein! Mich hat noch in der Nacht der Wehdam volle Breitseite getroffen. Die Schleusentore haben sich aufgemacht und jetzt schmerzen meine Augen sehr.

‚Ich habe es geschafft – du nicht!‘, das war mein Gedanke kurz nach Mitternacht. Dann sind mir meine Beine weggeknickt – zum Glück war ich alleine, Carsten und Wiebke hatten sich vor lauter Angst ins Bett gekuschelt – meine Beine sind mir buchstäblich unter den Hintern weggezogen worden und ich lag da. Mindestens eine Viertelstunde. Heulend. Leise, lautlos und doch so weitreichend bis in den Himmel. Der Gedanke der mich aufrappeln ließ, war ein ganz anderer: ‚Ich habe es geschafft – du nicht!‘ MamS war wieder bei mir. Auch, wenn er körperlich nicht mehr da ist. Er wird es immer sein – jetzt muss ich ihn endlich loslassen.