Lisa Bassenge

Krudes Gedankengekreise | eine Bitte

 Behinderte Menschen wollen einbezogen werden. Liebe Mitmenschen, drückt euch nicht davor, behinderte Menschen einzuladen, nur weil euch der Gedanke nicht behagt und ihr denkt, etwas falsch zu machen. Viel mehr falsch macht ihr, wenn ihr wegseht. Lasst behinderte Menschen am Leben teilhaben und zeigt euren Kindern, dass Behinderung nicht ansteckend ist. Wenn eure Kinder gucken und fragen, beantwortet die Fragen und wenn ihr es selber nicht könnt, kommt auf uns zu – wir antworten gerne. Zerrt eure Kinder nicht einfach weg, das tut weh – den Kindern und den behinderten Menschen, die es sehen!

Es hat mich sehr verletzt, wenn ich von Spiel- oder Müttertreffen ausgeschlossen wurde.  Das hat nicht nur mich isoliert. Ich wusste, dass meine Kinder anders sind/waren, aber sie sind so voller Liebe. Auch heute muss ich sie noch anlügen, um ihnen irgendetwas zu erzählen, warum sie nicht zu Partys eingeladen werden. Bitte seid euch bewusst, wie verletzend es für Menschen mit Behinderungen ist. Sagt Hallo und winkt zurück, wenn sie winken, lächelt und schaut nicht einfach weg. Solche kleinen Gesten geben das Gefühl ein Teil der Gemeinschaft und der Gesellschaft zu sein. Der ganzen Gesellschaft – wir sind mehr!

Nur weil jemand anders ist, bedeutet es nicht, dass er/sie weniger wert ist.

Mir wurden meine Junioren nicht geschenkt, weil ich irgendwie stärker als andere Mütter bin. Dass ich meine Kinder ver- und umsorge, macht mich auch nicht unfehlbar oder zu einem charakterlich besseren Menschen. Ich bin oft frustriert und habe schreckliche Angst. Ich bin einsam und weine viel. Ich kann oft nicht schlafen.

Viele Menschen unterschätzen, wie viel Zeit, Mühe und Geld es manchmal braucht, um Menschen mit Behinderungen ein normales Leben zu ermöglichen und ihnen die Mittel zu beschaffen, die sie brauchen, damit sie verstehen wie die Welt funktioniert. Und überall gibt es Politiker, Bürokraten usw., die Behindertenprogrammen das Geld kürzen, als wäre es gar nichts. Ihr als Außenstehende habt keine Vorstellung davon, wie allein und im Stich gelassen sich Familien mit Behinderten fühlen.

Bitte schaut euch um – und nicht weg!

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aus der Welt gefallen

Heute Morgen, 4:01 Uhr – ich bin wach. Aufgewacht mit den morgendlichen Bauchschmerzen – das muss dringend abgeklärt werden. Es allein auf die Psyche zu schieben, wäre zu einfach! Der Kaffee schmeckt nicht. Nur aus Gewohnheit habe ich mir welchen gemacht – er schmeckt eklig. Und das, obwohl es eigentlich mein Lieblingskaffee aus der hiesigen Rösterei ist. 

Kurz vor  sechs ist Carsten wach. Fein, denn dann kann der Kerle schon ins Wasser – baden. Ich kann das Bett abziehen und Wiebke darf noch viele Minuten Zeit gewinnen, um nicht zu muffelig aufzustehen. Carsten dagegen ist ein Radio. Anstellen und schon geht’s los. – Die üblichen Morgenmeldungen!

Unser kleiner Kosmos funktioniert. 

Wiebke sitzt auf dem Klo, will nicht baden. Muss aber, weil sie gestern nach dem schwimmen nicht geduscht hat. Die Haare sind völlig salzverkrustet. Jetzt rede ich. Don Quijote kämpfte gegen Windmühlenflügel, ich kämpfe gegen 2 diskutierende Junioren am Morgen. – Jeden Morgen!

Dass mit dem Vesper ist auch nichts Neues mehr und dass beide morgens nur mit Mühe Kakao, oder so was trinken, ist auch Normalität. Aber alles was normal ist, muss nicht unbedingt auch gut sein. Mich kostet das jedenfalls jeden Morgen Nerven. Ich mache es gerne und selten werde ich mal laut. Aber ich mache auch drei xxx wenn sie im Bus sitzen. Sie fahren zu ihren Freunden!

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…und jetzt

Klappentext

Ein Provinztheater. Adriana, die Regisseurin, und Sissele, die Souffleuse, geraten bei den Proben zu einer Mozart-Oper heftig aneinander. Denn Sissele verfolgt ein Ziel, das gar nichts mit dem Theater zu tun hat, aber sehr viel mit Adriana: Jahrzehntelang hat sie vergeblich nach ihren Verwandten gesucht, die nach dem Zweiten Weltkrieg in alle Winde zerstreut wurden. Sie ist überzeugt, nur Adriana kann ihr jetzt noch helfen!

Spruch

Der Mut stellt sich die Wege kürzer vor.

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