Gedanken, Kuddelmuddel

warten

… oh Gott, wie ich das hasse zu warten! Zu sitzen und nichts tun können, statt warten. Es ist so verdammt zermürbend, immer nur geduldig auszuharren. Auf E-Mail  warten, auf eine Antwort hoffen, dass jemand antwortet. Auf meine erwartungsvolle Frage, ob die Eltern von den Kindern, die ein ähnliches Syndrom wie Carsten und Wiebke haben, sich melden. Sie tun es nicht. Dabei sind wir – die Junioren eingeschlossen – gespannt, wie ein Flitzebogen.  Ach, warum melden sie sich nicht? Rufen sie ihre Mail nicht ab? Fast drei Tage lang nicht? Jetzt habe ich endlich jemanden gefunden, jemanden deutschsprachigen, und was ist? Ich bekomme keine Mail!

Wisst ihr, ich habe heute mit keinem erwachsenen Menschen gesprochen. Das Töchting beschäftigt sich und ist fröhlich. Zufrieden und mit sich und der Welt im reinen! Wunderbar! Der Kerle hat sein Tablet und wird von mir nicht andauernd ans Essen erinnert – ihm geht es gut. Draußen regnet es – endlich und beide Junioren sind  im gemeinsamen Spiel vertieft. Es ist so schön, dass sie sich gegenseitig haben.

Ich warte! Ich bin bei den beiden überflüssig. Wenn ich versuche zu zeichnen kommen immer diegleichen Bilder heraus. Ich male Gesichter, traurige, fröhliche – aber meist traurige, wartende – auf irgendeine Antwort wartende.  Verrückt! Ich werde verrückt. Außerdem bin ich alleine – da gehen einem schon mal die merkwürdigsten Gedanken durch den Kopf wenn man wartet …

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Veröffentlicht von piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein. ❤️ -*-*-*-*-*-*-*-*-  In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

9 Gedanken zu „warten“

  1. Wechselweib sagt:

    Ja, das mit den merkwürdigen Gedanken kenne ich…
    Ich drücke die Daumen, dass sich bald jemand meldet!

  2. freiedenkerin sagt:

    Ich hasse es auch, zu warten. Mein zweiter Vorname ist aber auch Ungeduld. 😉

  3. Ulli sagt:

    Ich habe heute auch noch mit niemanden gesprochen, gestern bis zum Abend auch nicht, ich mag das manchmal!
    Warten allerdings mag ich nicht!

    1. piri ulbrich sagt:

      Wenn es freiwillig ist, alles, was man aus freien Stücken macht, dann ist das gut. Aber andersrum ist es Einsamkeit!

  4. mijonisreise sagt:

    Ich drück dir die Daumen

  5. Paula sagt:

    Sie antworten vielleicht nicht, weil sie Angst haben, vor dem was sie erwarten könnte und sie nicht so genau wissen wollen.
    Oder sie sind im Urlaub und rufen ihre mails nicht ab, etwas ganz Banales. Wer weiß. Warte nicht mehr. Die besten Dinge passieren immer, wenn man gar nichts Besonderes erwartet.

    1. gerda kazakou sagt:

      Paula hat recht: wenn man aufhört zu warten, passiert oft das Unerwartete, lang Ersehnte. Aber ich weiß auch, wie schwer es ist, sich vom Wartestress zu befreien. Warten kann einen wahnsinnig machen, man explodiert innerlich, ist unfähig, irgendwas zu tun, obgleich es tausend Dinge gäbe, die man tun könnte. Ein grausamer Zustand. Hoffentlich kannst du dich entspannen wie deine Junioren, die anscheinend geringere Probleme mit dem Warten haben.

  6. Simone Braunsdorf-Kremer sagt:

    Nun, die Antwort ist eine ganz banale: Mädelstag mit der Cousine um mal durchzuatmen, dann eine Kommunion – aber mittlerweile habe ich die Emails abgerufen und Deine Nachricht gesehen. Du hast auch schon Antwort von mir!! …und ich freue mich WAHNSINNIG auf ein Gespräch mit Dir!!! Denn ich denke das ich Dir bei Deiner Suche nach anderen Betroffenen tatsächlich helfen kann. Also melde Dich sehr gerne!! Ganz liebe Grüße Simone

    1. piri ulbrich sagt:

      Natürlich gibt es immer eine plausible Erklärung, ich bin nur sehr ungeduldig.

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