Schlagwort: krank sein

zwei drei vier Leser*innen

… eventuell ein paar mehr – denen, so wünschte ich mir, möchte ich ein neues Passwort schicken. Leser*innen, die nicht Honig ums Maul schmieren, aber respektvoll kommentieren. Kein Mitleid, keine Vorverurteilungen. Meine psychische Gesundheit ist angeschlagener als erwartet, viel komplexer verstrickt im Dickicht der Familie. 

Ich wünsche mir Gespräche auf Augenhöhe ohne Vorverurteilungen – kein: das habe ich so gemacht, oder: du schaffst das, keine liebe piri, wenn ich es nicht bin. Ich wünsche mir Brainstorming und Lösungen für die Junioren und mich. Möchte aus diesem Elfenbeinturmgefängnis raus, Möchte, dass Carsten und Wiebke nicht auch noch aus ihrem Umfeld entwurzelt werden – und sei es nur auf Zeit. Wie sag ich ihnen, dass ich für Wochen weggehe? Wie organisiere ich – ich kann es gar nicht alleine – die Trennung?

Öffentlich geht das nicht und mit Menschen, die ach so wohlwollend sind und aufbauende Kommentare schreiben, fällt es mir schwer. Vorn Kopf stoßen mag ich auch niemanden. Mir schweben da einige Menschen im Kopf herum.Vielleicht mit ähnlichen Erfahrungen – keine Dauerliker und da könnte ich mich täuschen, wenn sie denn nun mal den Mund aufmachen würden.

Ich bin schwer krank und will gesunden! Nur nicht auf dem Präsentierteller und zur boulevardflanierenden Musik mit kleinen Sternchen und Cocktailglas in der einen Hand.

Noch gilt das bekannte Passwort.

das Mondschwein

hast du mal bei nacht
in den himmel geschaut
und der mond sah aus
wie ein angebissener keks?

dann solltest du wissen
der mond ist wie ein leckerbissen
für das mondschwein

denn so ein mondschwein
beißt zu gerne in den mond rein

Und fehlt des nachts
vom mond ein stück
ist das beweis
fürs mondschweinglück

Arne Rautenberg

∙∙∙∙∙

Heute in der Ortsbücherei ist mir ein kleiner Gedichtband in die Hand gedrückt worden. Für Wiebke, hieß es, weil mein Töchting Bilderbücher mag, in denen es sich reimt. Mein Töchting hat noch keine Meinung. Ich dagegen sehr, ich mag’s schon jetzt und bald viel mehr.

Gute Nacht – mein Bauch (jetzt ist es mal nicht die Psyche) grummelt heftig und das gefällt mir nicht wirklich gut.

die Sonne scheint☀️

Sei doch ein bisschen positiver! Na, dann werde ich das mal versuchen. Nicht nur versuchen, einfach sein! Ja bravo. Die Person verrät mir allerdings ihr Patentrezept nicht. 

Heute ist ein schöner Tag, auch wenn mein Unterbauch schmerzt und mir vom Antibiotikum etwas übel ist. Das Weltraumbild mit dem Blutmond gefällt mir sehr. Zu gerne würde ich im Weltraum sein, auch um mal schwerelos zu sein. Alles abschütteln, frei sein. Na klar, ich weiß, Astronauten haben ein starres Programm und nachdem ich den Roman Umlaufbahnen gelesen habe, auch sehr viel Langeweile – mir tät’s gefallen!

Copyright © 2026 voller worte – mit und ohne Innenfutter

Theme von Anders Norén↑ ↑

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.