Familie

als ich Kind war

Auf dem Bild bin ich ca. fünf Jahre alt und auch damals schon war ich diejenige, die andere motivierte, die darauf achtete, dass es anderen gut ging. Als Kind fand ich es schön gelobt zu werden, für schöne Dinge, für gute Leistungen, für vorbildliches Benehmen, für sittsames Verhalten und fürs Bravsein. Als sich das änderte, wurde ich nicht mehr gelobt, wurde für Sachen bestraft, die ich nicht getan habe. Aber weil ich niemanden verpetzen wollte, nahm ich das hin, schwor mir aber, dass ich selbst niemals ungerecht handeln würde. Geht gar nicht! Das habe ich bitter erfahren. Dennoch spielt mir mein Gerechtigkeitssinn immer noch heftige Streiche, macht mir Bauchschmerzen, wenn zum Beispiel meine Junioren ungerecht behandelt werden. 

Warum schreibe ich das? Weil dieses Mädchen auf dem Bild wieder rausmuss – an die Öffentlichkeit, nicht mehr verkrochen Daheim herumsitzen. Einfach leben soll! Es ist doch jeder wert, gesehen zu werden.

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Wollt ihr dem Mädchen einen Wunsch vom Zettel erfüllen? Oder kommentiert deren Gedanken, denn viel lieber als alle Likes der Welt, mag ich echte Kommentare!

Gedanken

nicht brav sein

Ja, ich bin nicht brav und frag’ auch nicht nach, wie es einer bestimmten Person geht! Ich bin auch nicht brav und beantworte Briefe, die mich nur genervt haben. Auch fehlt das Brav sein gegenüber den Junioren, die meinen mir auf der Nase herumtanzen zu können. Brav bin ich auch nicht zu sogenannten Respektspersonen. Ja, ich habe Respekt, akzeptiere deren Meinung – muss aber nicht mit ihnen konform gehen.

… und nur, weil ich nicht brav bin, bin ich noch lange nicht renitent, unhöflich und gehorsam (ja, gehorsam, kein Schreibfehler. Ungehorsam sein gefällt mir gerade besser!). Es wird Zeit, dass ich nicht immer nach anderer Leuten Melodie tanze!

Punkt