Schlagwort: Angst

still und Aktionismus

Ich hatte mich aufgelöst – über Jahre hinweg. Unmerklich. Sutsche piano! Ich hoffe, es wird nicht Jahre dauern, mich wiederzufinden. Natürlich kann ich nicht erwarten, dass über Nacht alles gut wird, was jahrzehntelang gewachsen ist.

Dabei ist gar nichts Dramatisches passiert, außer, dass ich der Angst viel zu viel Raum gegeben, und mich dabei vergessen habe. Es ist einfach so geschehen.

Ein bisschen habe ich mich der Angst heute gestellt. Nicht alleine, eine Sozialarbeiterin hat mich unterstützt – gestützt – hat meine gesammelten behördlichen, versicherungstechnischen Briefe und Bankunterlagen sortiert – auseinanderklamüsert und Häufchen gemacht. Zwei Stunden lang! Fertig sind wir nicht. Es ist ein Anfang und ich hatte eine Heidenangst dabei. 

Es kann niemand nachvollziehen welchen Stress mir das gemacht hat. Rein verstandesmäßig ist nichts dabei – man muss nur sortieren! Noch immer ist mein Adrenalinspiegel schwindelnd hoch, und die Frau ist seit einer Stunde weg.

Andere Menschen erstarren und können nicht weinen. Ich zerfließe und löse mich in Tränen auf. 

Das Bürozimmer ist jetzt abgeschlossen und ich warte auf die Stille in mir. 

wertschätzend

Dieser Arzt, außer meinem Hausarzt, ist einer, bei dem ich mich völlig geben kann, wie ich bin. Ohne dass er urteilt und bewertet. Sein größtes Anliegen ist, und das spüre ich sehr intensiv, dass er mir helfen möchte mir meine Angst zu nehmen. Es ist nicht einfach, weil ich diverse Medikamentenunverträglichkeiten habe. Auch ist es ein Arzt, der mich kennt – von Ansehen her kennt. Die vorherige Psychiaterin hat jedesmal nach meinem Namen fragen müssen. Ich hatte das Gefühl, sie wusste gar nicht, um was es ging. Dieser Arzt erkennt mich auf der Straße und grüßt mich mit Namen. Er kennt meine Familiengeschichte, berücksichtig die Umstände …

Türen

Öffne nicht erneut eine Tür, bei der du so lange gebraucht hast, sie zu verschließen.

Bestimmt gibt es irgendwo noch ein Hintertürchen. Vorerst scheint die Sonne, die schlimmsten Briefe sind endlich geöffnet und zum Teil auch von mir bearbeitet. Meine Loseblattsammlung stapelt sich ins Unermessliche – aber heute Morgen habe ich einen Locher gekauft. Ein guter Anfang, sagt mein verzagtes Hirn. 

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