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so tun, als ob

Das kann ich gut. Das können viele Mütter so. Dafür müssen die Kinder nicht einmal behindert sein. Denn so tun, als ob man alles im Griff hat ist überlebenswichtig. Ist überlebenswichtig und dennoch kontraproduktiv. Allerdings wird von mir erwartet, dass ich alles manage – gut meistere, auch wenn mich manche Aufgabe manches Mal überfordert. Just im Moment stehe ich vor einer vermeintlich kleinen Herausforderung, die sich wie ein unüberwindbarer Berg vor mir aufbaut. Ich tue nach außen so als ob und eigentlich (da ist es wieder, das vermaledeite Wort) bin ich völlig von der Rolle!

Veröffentlicht von piri

✨ In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder. ✨ Hier gibt es die Möglichkeit etwas in den, wenn auch nur virtuellen Hut zu werfen. Herzlichen Dank!

5 Gedanken zu „so tun, als ob“

  1. M. - K. sagt:

    So tun, als ob ist manchmal für „die Welt da draußen“ auch ganz okay. Aber man sollte sich dort, wo man vertraut, öffnen. Immer wieder staune ich (immer noch!), wenn diese „wie geht’s / alles gut?“ Fragen im Vorbeigehen gestellt werden und die fragende Person schon weiter geht. Ich wünsche Dir, dass Du da um Hilfe fragen kannst, wo es hoffentlich Unterstützung geben kann und dass Du Dich nicht im „so tun, als ob“ maskieren musst, da, wo Du gemocht und geschätzt wirst.

    1. piri sagt:

      Dieses: Wie geht’s? , das ist oft nur eine Floskel. Aber wenn jemand um Hilfe bittet – in diesem Fall ich – und keine bekommt, und das immer wieder, dann macht das was mit einem. Man resigniert! Mein so tun als ob ist zum größten Teil Resignation.

  2. C Stern sagt:

    Ich kann nur vermuten, wie anstrengend dieses „so tun, als ob“ ist. Ich kenne es aus anderen Zusammenhängen, beim Muttersein kann ich nicht mitreden.
    Dieses „so tun, als ob“ ist vermutlich häufiger bei Müttern der Fall. Es bleibt auch viel zu viel auf ihren Schultern lasten, vor allem, wenn sie allein sind.
    Als Kind war mir ganz wichtig, das Gefühl zu haben, dass meine Eltern immer wissen, was sie tun müssen oder sollen.
    Erst sehr viel später habe ich erkannt, dass auch Eltern irren, unsicher sind, einfach nicht perfekt sind und es auch gar nicht sein müssen.
    Liebe piri, ich wünsche Dir, dass Du Wege findest und auch zuverlässige Hilfe!
    Ganz liebe Grüße, C Stern

    1. piri sagt:

      Ja, Hilfe brauche ich. Nur ist die Hilfe, die mir angeboten, oder die Ratschläge, die mir gegeben werden oft sehr oberflächlich – ich bin dankbar dafür, ohne Frage – aber… wie soll ich das erklären? So manche Aufklärung, das hinter den Kulissen gucken lassen, das bekomme ich nicht und dann tue ich so, als ob ich es doch sowieso schon weiß.

  3. quersatzein sagt:

    Hoffentlich hat sich der Knoten gelöst, oder wird sich bald lösen, damit du wieder dich selber sein kannst!
    Manche Herausforderungen können wirklich eine Nummer zu gross sein. Was da hilft? Keine Ahnung. Vielleicht Augen zu und durch…
    Beste Wünsche und liebe Grüsse,
    Brigitte

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