Petra

Mein Name ist Petra: als weibliche Form von Peter bedeutet Petra ursprünglich soviel wie „die Felsenfeste“. Ein Name für starke Frauen, die Felsen in der Brandung sind.

Der Fels, auf den man bauen kann, die Zuverlässige, die Kämpferin, die Starke, die Zuverlässige, aber auch die Unerbittliche oder die Beharrliche. Sind Namen Omen oder Menetekel? Jedenfalls bin ich stark und ein bisschen glaube ich auch dran, dass jeder Mensch den Namen hat, der zu ihm passt. Ob der Name von Anfang an richtig war, oder ob man sich reingefuchst hat – auch in einen Namen, den man nicht mag, aber nun mal hat – keine Ahnung, ich bin mit meinem Namen zufrieden. 

Viele Leute sagen von mir; ich wäre stark. Sie sehen mich nur von außen. Sehen nicht die kleinen versteckten Dinge wie, dass ich aufstehe, wenn Wiebke morgens aufs Klo muss, auch wenn ich selbst lieber noch im Bett bleiben möchte.  Ansonsten kann es sein, dass des Töchting Bett nass ist und das ist noch mehr Arbeit. Also diszipliniert sein und das hat auch was mit Beharrlichkeit zu tun. 

Petra ist auch eine Stadt in Jordanien. Ein Sehnsuchtsort – ob ich ihn je erreiche? Eine ganze Stadt in den Fels gehauen und zudem auch noch so schön. Ich darf träumen! Der Kerle träumt noch, vom Halbfinale der Frauenfußball-EM. Es ist nämlich spät geworden, gestern Abend. Seine Kommentare während des Spiels waren legendär. Ich muss leider zugeben, ich habe sie geflissentlich überhört und meine Zeit abgesessen. Ihm war‘s ein Vergnügen.

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Schon wieder kuddelmuddelig und wenig strukturiert, vielleicht auch ein bisschen verkrustet (so kann man den Namen Petra nämlich auch auslegen).

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… und ihr? Seid ihr mir eurem Namen zufrieden?

Kategorien: Gedanken

13 Kommentare

  1. So bist du halt, liebe Petra.

    Etwas kuddelmuddelig, aber trotzdem stark und strukturiert. Und vor allem eine liebevolle Mutter.
    Mit Sicherheit noch viel mehr, wofür mir so früh am Sonntagmorgen die Worte fehlen.

    Ich wünsche euch einen schönen Tag.
    Trude

  2. Auf Mallorca gibt es auch eine Stadt, die Petra heißt.

  3. Eine Anekdote zum Namen, der zu einem passt – oder eben nicht: Aiha Zemp, eine Behindertenaktivistin, hiess ursprünglich Therese zum Vornamen. Sie kam mit kurzen, verstümmelten Arnen und Beinen im Luzerner Hinterland zur Welt. Die Eltern wollten sie unter dem Namen Maria taufen lassen. Doch der katholische Pfarrer wollte sie wegen ihrer Missbildungen zunächst gar nicht erst taufen – und bestimmt nicht mit dem Namen Maria, der Mutter Gottes. (Das ist alles schon eine Zeitlang her.) Der Vater setze sich aber vehement zur Wehr und handelte einen Kompromiss aus. Das Kind wurde Therese getauft.

    Doch für Aiha fühlte sich dieser Name stets falsch an. Wen wunderts! So dass sie im Rahmen eines Urschreiseminars ihren letztgültigen Namen Aiha fand und fortan trug.

    Mehr über sie und ihr unglaubliches Leben auf meinem Blog, Suchwort «Zemp».

    • Jetzt tät ich gerne wissen, was Aiha bedeutet!

      • Gute Frage. Aber ich denke, Aiha ist kein gebräuchlicher Name, sondern war einer der Schreie, die sie im angedeuteten Seminar aus tiefstem Herzen ausgestossen hat. Würde zu ihr passen, ist aber eher eine Vermutung, denn dass ich es belegen kann.

  4. Hallo Piri,

    da wir auf Mallorca einst in Richtung Petra auf dem Land wohnten, geschah es eines Tages, dass die Landstraße dahin neu asphaltiert wurde. Es gab auch eine neue Beschilderung und die alten Schilder legte man auf unserem Grundstück ab. ……nur, falls sich mal jemand wundern sollte, wieso das Schild in MV wieder aufgetaucht ist 😉
    Ganz liebe Grüße an meinen Fels in BW :-))

  5. Hey piri, ich denke, Du kannst mit Deinem Namen zufrieden sein – sie mal mich an: „Wolf, pass auf der Jäger kommt!!“ oder irgendeine andere dusselig-nervige Anmache kommt da. Da ist die Frage: „Was haben sich Deine Eltern dabei gedacht?“ noch harmlos. Ich beantworte die mit zwei Worten: „Drogen vielleicht?“ damit ersticke ich dieses blöde Gespräch meist.
    Gute Freunde nennen mich „David“- so hätte ich gern geheißen.

    • David? David Jäger? Spaß bei Seite! Wolf Jäger ist wirklich schräg. Vielleicht wollten deine Eltern witzig sein. Hast du sie mal gefragt? Ich habe das getan und mein Vater sagte, so ich mich erinnern kann, dass ich nach der Felsenstadt benannt bin.

  6. Zu meinem Namen habe ich kein besonderes Verhältnis. Er war einfach immer schon da. Er bedeutet Perle, aber das sagt mir nichts.
    Meine Patentante heißt Marguerite.
    In zärtlichen Momenten sagte meine Mutter Gritli. Ich dachte dann an das Kinderbuch und stellte keinerlei Verbindung zu meinem Namen her.

    Nicht verkrustet!!

  7. Stephanie Jaeckel

    21. Juli 2025 10:42 — 10:42

    Das ist eine schöne Frage, die nach dem eigenen Namen. Immerhin hat man ihn meistens von den Eltern. Und darin liegen deren Sehnsucht und deren Wünsche. Stephanie ist in meinem Jahrgang ein sehr häufiger Name. Als Kind mochte ich ihn nicht besonders. Ich denke, ich wünschte mir etwas exklusiveres. Heute mag ich den Namen sehr. Allerdings kann ich gar nicht genau sagen, warum. Vielleicht wächst man einfach über die Jahre rein…

  8. Eine tolle Frage, liebe Piri! Leider kann ich sie dir nicht beantworten, denn ich fühle die Antwort einfach nicht.

    Ich fände es aber spannend zu erfahren, ob „piri“ auch noch weitere Herkünfte oder Bedeutungen hat.

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