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Wie kann man

Ja, wie geht das – morgendliche Stimmungen beziehungsweise Verstimmungen vermitteln? Denn, wenn man etwas aufschreibt, dann relativiert sich alles sehr schnell. Dann sind fliegende Plastikenten aus der Badewanne lange kein Beinbruch und das Uhrarmband, das auseinandergeflogen ist, beim fliegen auch nicht. Oder der Waschlappen, der, platsch, zielgenau im Waschbecken landet, spritzt auch nur ganz wenig gegen den Spiegel. Viel gravierender ist, dass der Pullover nicht anzuziehen ist, weil der Kerle völlig unbeweglich und steif ist. Wiebke hat derweil das Badewasser abgelassen und friert in der Wanne. 

Was mache ich zuerst? Erst den zeternden Carsten anziehen oder ihn auf dem Anziehtisch liegen lassen und Das Töchting abtrocknen. Aber dann meutert er noch mehr, weil er runter fallen könnte und ich meine (Originalton) Aufsichtspflicht verletze. Oder Wiebke friert und erkältet sich eventuell. Ich habe es irgendwie gewuppt!

Mein Blutdruck war zwischenzeitlich auf mindestens 180. Gegen zwei kreischende Menschen anzugehen und ruhig zu bleiben, das ist verdammt schwer. Beiden will und soll ich gerecht werden. – Jetzt werde ich erst einmal das Chaos beseitigen, reparieren was zu reparieren ist und runterfahren. 

… und dann warten wir mal ab, was uns die neuen Coronaverordnungen bringen!

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ein winziges Krönchen

Mein Bruder hat uns letztens ein Päckchen geschickt. Darin waren 16 alte Schlümpfe für Wiebke, ein paar Spielzeugoldtimer für den Kerle und für uns MenschÄrgereDichNicht-Spieler Gewinnerkronen. Eine ganze Tüte voll! Jetzt kann ich alle unsere Mitspieler krönen. Vorab habe ich den Esstisch damit geschmückt. Dies Krönchen thront auf einem Apfel!

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Wir waren heute Nachmittag lange spazieren. Die Weinberge leuchten golden und die Luft war herrlich lau. Wer weiß, wie lange es noch so schönes Rollstuhlschiebewetter ist – wie mussten es ausnutzen und die Junioren waren nur ein ganz klein wenig kalt geworden…

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und sonst so

Tick, tick, tick – ich sitze auf dem Klo und warte. Auf was? Ich warte einfach, sonst nichts. Es ist Sonntagmorgen kurz nach sieben. Die Uhr tickt. Ab und zu gucke ich in den Spiegel. Ich stehe auf, ziehe mich an und gucke in den Spiegel. Die Uhr hat ganz schön getickt – und lange schon. Meine Falten bekomme ich nicht mehr durch Schlaf glattgebügelt, wie noch vor 10 Jahren. Tick, tick, tick – ich sitze vorm PC und schaue mir meine Hände an. Nicht mehr taufrisch, sehr trocken die Haut und die Nagelsäume zum Teil eingerissen. Viel zu nervös, viel zu viel knibbele ich an den kleinen Häutchen herum – hab ich schon immer getan, auch als Kind schon. Als Kind habe ich auch die Nägel abgekaut, das tu ich schon lange nicht mehr, aber richtig schön gepflegte Hände, glatt und ohne noch so kleine Wunden, hatte ich nie. Es tut weh, wenn die Haut einreißt. Aber vielleicht will ich genau das, dass ich spüre, dass ich lebe. Tick, tick, tick – meine Uhr, es ist die gute teure von MamS, die mit dem Selbstaufzug und dem feinen leisen ticken, das man nur hören kann, wenn man das Chronometer direkt ans Ohr hält. Diese Uhr ist erbarmungslos und zeigt mir meine Zeit an, denn inzwischen ist es so weit, dass ich Carsten wecken muss, wir wollen in die Kirche und der Kerle muss vorher noch baden.

Tick, tick, tick – eine Momentaufnahme, mehr nicht! Habt einen guten Sonntag!

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