Ja, wie geht das – morgendliche Stimmungen beziehungsweise Verstimmungen vermitteln? Denn, wenn man etwas aufschreibt, dann relativiert sich alles sehr schnell. Dann sind fliegende Plastikenten aus der Badewanne lange kein Beinbruch und das Uhrarmband, das auseinandergeflogen ist, beim fliegen auch nicht. Oder der Waschlappen, der, platsch, zielgenau im Waschbecken landet, spritzt auch nur ganz wenig gegen den Spiegel. Viel gravierender ist, dass der Pullover nicht anzuziehen ist, weil der Kerle völlig unbeweglich und steif ist. Wiebke hat derweil das Badewasser abgelassen und friert in der Wanne.
Was mache ich zuerst? Erst den zeternden Carsten anziehen oder ihn auf dem Anziehtisch liegen lassen und Das Töchting abtrocknen. Aber dann meutert er noch mehr, weil er runter fallen könnte und ich meine (Originalton) Aufsichtspflicht verletze. Oder Wiebke friert und erkältet sich eventuell. Ich habe es irgendwie gewuppt!
Mein Blutdruck war zwischenzeitlich auf mindestens 180. Gegen zwei kreischende Menschen anzugehen und ruhig zu bleiben, das ist verdammt schwer. Beiden will und soll ich gerecht werden. – Jetzt werde ich erst einmal das Chaos beseitigen, reparieren was zu reparieren ist und runterfahren.
… und dann warten wir mal ab, was uns die neuen Coronaverordnungen bringen!
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