Gedanken, Kuddelmuddel

Normalität

Nichts mehr, als Normalität wünsche ich mir. Aber was ist normal?  Was ist für euch Normalität? 

Mit dieser Frage starte ich in den Tag nach den Weihnachtsferien. All das, was liegen geblieben ist – und noch eine Menge mehr – muss erledigt werden. Hilft ja nichts, also ran an den Speck!

Veröffentlicht von piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. ❤️ -*-*-*-*-*-*-*-*- In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

10 Gedanken zu „Normalität“

  1. Reiner sagt:

    Hmm … was genau ist das eigentlich, Normalität.
    Wikipedia sagt dazu folgendes:

    Normalität bezeichnet in der Soziologie das Selbstverständliche in einer Gesellschaft, das nicht mehr erklärt und über das nicht mehr entschieden werden muss. Dieses Selbstverständliche betrifft soziale Normen und konkrete Verhaltensweisen von Menschen. Es wird durch Erziehung und Sozialisation vermittelt … In der Psychologie bezeichnet Normalität ein erwünschtes, akzeptables, gesundes, förderungswürdiges Verhalten im Gegensatz zu unerwünschtem, behandlungsbedürftigem, gestörtem, abweichendem Verhalten.

    Die Definition der Soziologie kann ich noch nachvollziehen, in der Psychologie wird es schwierig. Wer definiert eigentlich “erwünschtes” oder “abweichendes” Verhalten, und nach welchen Maßstäben? Irgendwie schwammig und zu Missbrauch einladend, siehe “drittes Reich”.

    Persönliche Normalitäten haben so viele Gesichter, wie es Menschen gibt, denke ich. Meine “Normalität” beinhaltet in der Hauptsache das Wissen um meinen Charakter und das Streben danach, aus meiner Sicht Krankes und Destruktives darin durch Innenschau und Übung zu korrigieren.

    Lieben Gruß dir.

    1. piri ulbrich sagt:

      Normalität ist relativ. So sehe ich das… Es ist so schwer, normal zu sein!

  2. gerda kazakou sagt:

    Deine Lebensverhältnisse, liebe Piri, sind nicht “normal” im herkömmlichen Sinne, da du zwei erwachsene pflegebedürftige Kinder hast. Die Normalität deines Alltags unterscheidet sich von der der meisten Menschen um dich herum. Es ist DEINE Normalität, dein normaler Alltag. Den lebst du nun schon so viele Jahre, du kennst ihn, wir Leser kennen ihn ein wenig aus deinen Erzählungen.
    Es gibt also zwei Aspekte, mindestens, der Normalität: das Leben von “Jedermann” und das besondere, für uns ganz normale Leben. Das, was für dich normal ist (jeden Tag dies und das tun…) ist nicht für mich normal, da meine Lebensverhältnisse andere sind. Aber auch meine alltägliche (für mich normale) Praxis unterscheidet sich von der der Menschen um mich herum in vielfacher Weise. Die meisten hier sind Landarbeiter, Bauern, Geschäftsleute, Tavernenbetreiber, öffentliche Angestellte, auch eine Fischerfamilie, deren Tagwerk mitten in der Nacht beginnt. Die haben einen völlig anderen Rhythmus und andere Bedürfnisse als ich und unterscheiden sich auch untereinander in ihrer Normalität. Eine Bäuerin mit fünf Kindern und einen öffentlichen Beamten, der von 9-15 Uhr ins Büro geht, mit einer Tochter im Schulalter – vergleich die mal und sag mir, worin sie sich ähneln und worin ihre Normalität sich unterscheidet – mal ganz abgesehen von ihren unterschiedlichen Persönlichkeiten. Und dann überleg mal, an welcher Normalität du dich misst, wenn du sagst “Es ist so schwer, normal zu sein”. LG Gerda

    1. piri ulbrich sagt:

      Unter Normalität verstehe ich auch Teilhabe am Leben und das wird mir und den Junioren oft erschwert und gar nicht ermöglicht!

  3. isa sagt:

    Teilhabe ist noch lange nicht normal. Sie stranguliert sich außerdem gerade selbst an ihrer Finanzierung. Die neuen getrennten Antragsverfahren tun ihr übriges sie aus der Normalität zu halten.

    1. piri ulbrich sagt:

      Gerade die ‘neuen’ Anträge bringen mich noch zur Verzweiflung. Statt Erleichterung wird alles noch viel komplizierter!

  4. Marion Eve sagt:

    normal ist nichts – normal ist alles!

    1. piri ulbrich sagt:

      Normal ist einfach furchtbar kompliziert!

  5. christine b sagt:

    normal ist für mich der ganz normale wahnsinn…alles was einem so passiert am tag…..im leben…. manchmal ist es sehr gut, manchmal aber leider gar nicht.
    es wechselt immer ab. alles ist normal und wir nehmen es, wie es ist, bleibt uns ja gar nichts anderes übrig.

    1. piri ulbrich sagt:

      Du sagst es, es bleibt uns nichts anderes übrig.

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