Gedanken, Gedicht

Nicht alle

Nicht alle Schmerzen sind heilbar

Nicht alle Schmerzen sind heilbar, denn manche schleichen
Sich tiefer und tiefer ins Herz hinein,
Und während Tage und Jahre verstreichen,
Werden sie Stein.

Du sprichst und lachst, wie wenn nichts wäre,
Sie scheinen zerronnen wie Schaum.
Doch du spürst ihre lastende Schwere
Bis in den Traum.

Der Frühling kommt wieder mit Wärme und Helle,
Die Welt wird ein Blütenmeer.
Aber in meinem Herzen ist eine Stelle,
Da blüht nichts mehr.

Ricarda Huch

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Nicht alle Menschen mögen mich – muss ja auch nicht sein. Aber das, was jetzt jemand für mich macht; extra aus Hamburg kommt und mich abholt, damit ich nicht alleine durch halb Deutschland zu ihrem Geburtstag fahren muss, das hat noch nie jemand für mich gemacht! Endlich – endlich kann ich weinen!

Veröffentlicht von piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein. ❤️ -*-*-*-*-*-*-*-*-  In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

12 Gedanken zu „Nicht alle“

  1. Violine sagt:

    Dicke Umarmung!

    1. piri ulbrich sagt:

      Umarmung zurück!

    2. Wechselweib sagt:

      Wie schön!
      Gedicht und Tat und Gefühl.

  2. violaetcetera sagt:

    Das tut bestimmt gut, diese menschliche Geste genauso wie einfach mal die Tränen laufen lassen können.

  3. B sagt:

    Ich freue mich so sehr für dich!

  4. mijonisreise sagt:

    Oh … wow … ich bin so gerührt und freu mich so für dich.

  5. alicemakeachoice sagt:

    Das ist wirklich sehr lieb, sowas hat für mich aber auch noch niemand gemacht. Hab eine schöne Feier.

    1. Wechselweib sagt:

      Melde dich mal wieder! Ich vermisse deine täglichen Posts!

  6. christine b sagt:

    oh wie wunderbar ist denn das! ich freu mich so für dich!

  7. isa sagt:

    Das Gedicht geht sehr nah. Es beschreibt anschaulich, was Schmerz auslösen kann. Mich hat das Gedicht früher eine Zeit lang begleitet. Es hat das ausgedrückt wofür ich keine Worte hatte. Schön, es hier wieder mal zu lesen. Es ist schon traurig, dass dein Kummer und deine alten Verletzungen sich derart zeigen. Heute spüre ich, dass das Herz groß genug ist ein blütenlose Stelle zu tragen. Gut, dass deine Tränen nun fließen konnten. Und, dass du eingeladen bist, dass sich jemand bemüht dich abzuholen und zu begleiten. Das ist wirklich alles andere als selbstverständlich. Hab eine gute Zeit und feiert schön. Grüß mir HH, wie gerne wäre ich auch dort 🙂

  8. Wechselweib sagt:

    Ich mache mir Gedanken, wie es dir geht und vermisse deine täglichen Posts. Lass uns ruhig teilhaben an deinem Leben. Dafür ist die Blog Community doch auch da. Zumindest empfinde ich das so.
    Liebe Grüße,
    Marion

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