Gedankenchaos

Momentaufnahme eines Morgens

Die Nacht ist einmal wieder viel zu früh vorbei. Ich muss aufs Klo. Aber da ist noch etwas anderes. Mein ganzer Körper ist angespannt. Die Finger zittern. Der Kopf rattert. Im Unterbauch scheint ein großes Loch zu sein. Ich schwebe im Bett. Meine Nase juckt und kein Tool hilft mir runterzukommen. Scheinbar löse ich mich auf. Wie ein Nebel, der vom Fluß gefressen wird. Nur die Angst bleibt. Eine diffuse Angst, die nicht greifbar ist. Angst nicht zu genügen. Angst allein zu sein. Angst verlassen zu sein. Angst, es nicht zu schaffen.

Was kann ich nicht schaffen? Aufstehen? Den Tag beginnen? Erst einmal aufs Klo gehen.

Veröffentlicht von piri

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