Familie, Gedankenchaos

aufdrängen

Aufdrängen ist nicht die gute Überschrift, aber irgendwie stimmt es doch. Mir drängt sich ein Gedanke auf, dass ich meine Blogbeiträge anders gestalten muss. Entweder lasse ich Kommentare zu, oder ich mache sie ganz dicht. Tatsächlich habe ich Angst vor Kommentaren. Vor Kommentaren, die mir unsinnig erscheinen. Aber wer bin ich, dass ich Kommentare als unsinnig bezeichnen darf? Dennoch triggern mich einzelne Kommentare und das tut mir einfach nicht gut.

 Ich fühle mich auch hier im Blog unverstanden – aber kann ich erwarten, dass man nachvollziehen kann, wie es mir tatsächlich geht. Welche Gedanken mir durch den Kopf gehen kann ich erzählen. Aber werden sie auch so verstanden, wie ich es meine? Ich habe ein neurodivergentes Hirn, meine Synapsen sind total anders verknüpft als herkömmlich bekannt. Als bei anderen Menschen und sogar als bei anderen Autisten. Selbst im direkten Umfeld stoße ich immer wieder auf Unverständnis. Auch bei Menschen, die mir sehr wohl gesonnen sind. Wie kann ich es dann im Blog erwarten? Zumal ich es (das Chaos im Kopf) ja selber kaum vollumfänglich erkennen kann.

Aber ich brauche ein Ventil, und das ist dieses Blog. Ich muss dieses Kuddelmuddel in meinem Kopf loswerden. Will es sortieren! Will Kategorien schaffen, mit denen ich arbeiten kann!

Alleine bin ich schon kompliziert. Mit den Junioren wird ein gordischer Knoten draus. Immer wieder schaffe ich es ansatzweise, ihn aufzudröseln. Aber das kostet Kraft. Kraft, von der ich nicht weiß, woher ich sie nehmen soll. Wenn da noch Nichtigkeiten an mich herangetragen werden, Smalltalk von mir verlangt wird, dann zerreißt es mich. Dann habe ich das Gefühl mich aufzulösen.

Drei verschiedene Persönlichkeiten im Haus unter einen Hut zu bringen, ist ein Herkulesaufgabe. Ich bemühe mich sehr. Nach außen scheint es auch, dass ich es schaffe. Was hinter der verschlossenen Tür passiert, geht niemanden etwas an.

Jetzt hat sich die Frage nach den Kommentaren zulassen oder nicht, immer noch nicht geklärt – und kommt mir bitte nicht mit dem Argument, dass dies ja mein Blog ist und ich darin machen könne, was ich will!

Entscheidung

Ich werde keine Kommentare mehr zulassen. Stattdessen Likes freischalten! Wer mit mir kommunizieren möchte, wird einen Weg finden!

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Veröffentlicht von piri

Keine Kommentare mehr! ✉️ Ihr dürft mir gerne eine E-Mail schreiben. ✉️ Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig! In Momenten, in denen ich an mirund meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder.

Ein Gedanke zu „aufdrängen“

  1. Nanu sagt:

    Ich finde, dass du mit den Jahren sehr viel toleranter im Umgang mit Kommentaren geworden bist.

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