Kontrastprogramm

Wer es könnte

Wer es könnte
die Welt
hochwerfen
daß der Wind
hindurchfährt.

Hilde Domin

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Ich sehe sie vor mir, die alte Dame, damals in Heidelberg, wo ich sie mit einer Handvoll anderen Frauen besuchen durfte. Frau Domin war zwar alt, aber auf keinen Fall aus der Welt gefallen. Sie war großartig und stark. Bald danach starb sie dennoch sehr betagt. Bei mir hat sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Im Autismus-Spektrum bin ich obendrein und habe Wünsche. In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder. ❤️ | ✨

Kategorien: Gedankenchaos, Gedicht

2 Kommentare

  1. Das Gedicht von Hilde Domin ist wunderbar! Die Welt bräuchte ganz viele Winde, um sie zu einem Platz der gelebten Menschlichkeit zurechtzurütteln.
    Zudem schwingt auch soviel Leichtigkeit mit, die Welt hochwerfen in die Lüfte – auf dass unsere Begeisterung erweckt werde?

  2. Ich freue mich, dass du sie kennenlernen durftest. Sie hinterließ uns solch eine Fülle an so sehr guten Gedichten, dass sie unvergessen bleibt…
    Herzlichst, Edith

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