Behinderung, Familie, Gedicht

Jetzt

Jetzt ist genau der richtige Moment für jetzt.

Auch wenn es dunkel wird und die Nächte von Regenprasseln unterbrochen werden.

Jetzt ist es da, das Leben – es wartet nicht, wir wollen und müssen es jetzt nehmen.

Und wenn die Ängste um die Ecke kommen, dann will ich ihnen jetzt die rote Karte zeigen, meine Maske aufsetzen und morgen auch nicht an übermorgen denken.

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Was man so nachts alles denkt? Dabei ist es keine Zeit für irgendwas. Lediglich dem Kerle sagen, dass er auch mal schlafen könnte. Wiebke liegt wieder wie Pipi Langstrumpf im Bett. Keine Ahnung wie sie das macht, jedenfalls hat sie sich komplett gedreht. Murrend lässt sie sich aufs Kissen zurückschieben …

Veröffentlicht von piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein auch. ❤️ -*-*-*-*-*-*-*-*- In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

4 Gedanken zu „Jetzt“

  1. paula sagt:

    Nachts ist das Denken immer krasser, besorgter, ängstlicher. Das muss irgendwie an den Hormonen liegen. Wenn möglich, fange ich nachts nicht an zu denken, und wenn es doch passiert, kommen mir manchmal auch sehr gute Ideen und Erkenntnisse neben dem ganzen angstmachenden Kram. Auch Entschlüsse habe ich oft nachts gefasst und sie dann am Tag umgesetzt, wenn sie mir morgens noch sinnvoll erschienen.

    1. piri ulbrich sagt:

      Aber eigentlich ist es doch wirklich gut, jetzt zu leben. So düster finde ich die Gedanken – auch jetzt am Tag – nicht.

  2. Stephanie Jaeckel sagt:

    Als zaubermächtiger Gobblin-King Jareth (die Figur ist aus Jim Henson Film Labyrinth) besuchte David Bowie mal eine Gruppe Kinder. Ein Junge war so ängstlich, dass er in einem Extra-Zimmer auf Bowie wartete. Der verriet ihm seinen Trick mit der unsichtbaren Zauber-Maske. Als junger Mann hatte Bowie zwar nicht Schauspielerei, aber Pantomime gelernt, so dass er dem Jungen aus der Luft heraus eine Maske hervorzaubern und aufsetzen konnte: “I always feel afraid, just the same as you. But I wear this mask every single day. And it doesn’t take the fear away, but it makes it feel a bit better. I feel brave enough then to face the whole world and all the people. And now you will, too.” Ich meine, wenn Bowie schon Angst hatte. Oder: die Angst geht nie weg. Aber wir werden schlau, und setzen die Zaubermaske auf.

    1. piri ulbrich sagt:

      An so eine Maske habe ich gedacht. Aber natürlich besteht auch ein Spiel zum Mundnasenschutz.

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