Husten

Und schon verkrampft sich die Körperhaltung. Desjenigen der oder die hustet und auch die auf der anderen Seite! 

Wenn die Junioren husten, dann läuten bei mir Alarmglocken. Der Kerle tut es oft – aber ich kann husten von hüsteln unterscheiden. Das Töchting begrüßt mich heute Morgen nicht mit dem Spruch: „Erst der Bruder!“ Nein, sie hustet. Beide sind gestern negativ getestet worden. Trotzdem lasse ich sie daheim. Wir schrauben jede Aktivität zurück. Es fällt sowieso alles aus! Kein Puppentheater und zum Handball können wir auch nicht. „Am Wochenende kommt niemand!“ Es wird still. Spazieren gehen geht auch nicht – zu kalt, zu nass und im Rollstuhl wird es ungemütlich.  
Ich werde lesen, wir werden spielen, reden, reden, reden, vielleicht ein bisschen singen, eventuell backen, die Junioren werden im Kuschelbett bleiben und ich? Ich zeichne und dichte und fabuliere. Jedenfalls versuche ich es. Was wird? Wir werden sehen.  

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Im Autismus-Spektrum bin ich obendrein. In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder. ❤️ | ✨ Bitte kommentiert! ✉️

Kategorien: Behinderung, Kuddelmuddel

1 Kommentar

  1. wünsche euch ein feines, hustenarmes, gemütliches 2. adventswochenende.

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