Kuddelmuddel

Erkenntnis

Wie ist das eigentlich mit dem Bauchweh?

Es gibt keinen Menschen, der Bauchweh nicht kennt! Kann ich mir nicht vorstellen! Ich meine nicht die Bauchschmerzen, die organische Ursachen haben – es ist eher das Drücken der Bauchseele. Manchmal kommt es vom nichtloslassen können. Das macht sich dann auch mit Atemnot bemerkbar.

Sammeln, nicht hergeben, horten, behalten wollen = Verlustängste!

 Wenn ich so meinen Keller angucke, dann hat sich im Lauf der Jahre einiges angesammelt, was ich nicht mehr brauche! Alte Computer – noch von Mams und mehrere Drucker. Was hat dieser Mann alles gesammelt. Ein alter Fernseher, Bohrmaschinen – ja, gleich mehrere – diverse Schraubensammlungen und Hammer und Nägel und Feilen und Schraubendreher. Aber nicht nur Männerwerkzeug. Auch ein Dremel von mir und Spielzeug der Junioren. Lego, Playmobil, Plüschtiere, eine Schultafel …

Mir macht der Krempel Angst. Ja, tatsächlich! Es belastet mich. Aber einfach wegwerfen will ich auch nicht und aussortieren kann ich grade nicht. Ich nehme ein Teil in die Hand und fange an zu träumen. Schöne und weniger schöne Träume und dann lege ich die Teile wieder hin und der Keller sieht chaotischer als vorher aus und das wiederum macht mir neue Bauchschmerzen.

Schon wieder nur ein Kuddelmuddelgedankenkarussell. Übrigens, für Seelenbeiträge werde ich ein neues Passwort generieren.

Veröffentlicht von piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein. ❤️ -*-*-*-*-*-*-*-*-  In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

14 Gedanken zu „Erkenntnis“

  1. Der Emil sagt:

    Gesammeltes weggeben ist immer schwer. Gerade wenn mit jedem Stück Erinnerungen verbunden sind.

    Ach. Ich bräuchte Platz, dann müßt ich nichts weggeben, nichts loslassen …

  2. mijonisreise sagt:

    Die Erinnerungen bleiben … Aber schwer ist es allemal. Ich habe erst 9 Jahre nach dem Tod meiner Mutter den Rest ihrer Sachen aussortiert und verschenkt. Alles hat seine Zeit.

  3. Paula sagt:

    Das kenne ich nur zu gut, macht mir allerdings keine Bauchschmerzen. Seine Werkzeuge gebe ich nicht weg, auch seine Platten, seine Kleidung und seine Hifi Anlage nicht, die werden irgendwann mal verschenkt, wenn ich soweit bin.

    Bin gerade dabei, unsere alten Ordner aufzulösen, außer 10 Jahren Buchhaltung muss nicht alles aufbewahrt werden. Rotz und Wasser habe ich dabei schon geheult, aber es tut gut, hinterher fühle ich mich jedes Mal leichter.

    Alte Rechner und Drucker zu entsorgen fällt mir allerdings nicht schwer. Am Samstag ein Auto volladen und ab zum Recyclinghof damit! Augen zu und durch!

    1. piri ulbrich sagt:

      Die Kleider meines Mannes habe ich sehr bald weggegeben, nur einige wenige Teile behalten. Ich scheue mich, die PC wegzuwerfen – auch die der Junioren und meinen Laptop – weil dort sehr persönliche Daten drauf sind. Ich muss nur anfangen – aber auch da hätte ich gerne Hilfe!

      1. Der Emil sagt:

        Die Daten (nocheinmal) zu sichern und dann sicher zu löschen auf den wegzugebenden Geräten ist nicht schwer. Ich helfe Dir da gern …

        1. piri ulbrich sagt:

          Machen wir – danke!

      2. Paula sagt:

        Man muss natürlich die Festplatten vorher zerstören, löschen reicht nicht, am besten einen Hammer nehmen, tut gut!

        1. piri ulbrich sagt:

          Wilde Zerstörungslust – mal gucken, vielleicht gefällt es mir.

  4. Alexander Gnüchtel sagt:

    Blogs und Artikel über das Aufräumen sind schwer in Mode. Soweit ich das verstanden habe, geht mit dem Ordnen der Wohnräume auch ein Ordnen der Gedanken einher. Ein voller Kopf ist eine ziemlich lästige Angelegenheit. Ich versuche immer Klarheit der Gedanken herzustellen und mein Herz nicht an Dinge zu hängen. Zugegeben, das klappt nicht immer

    1. piri ulbrich sagt:

      Was Mode in Blogs ist, interessiert mich nicht. Marie Kondo kann soviel aufräumen und sortieren, wie sie will. Meine/unsere Wohnräume sind bestimmt nicht überladen – der Keller ist das Problem und die Erinnerungen an die Rumpelteile. Vielleicht fange ich erst mal an zu ordnen und zu räumen, dann fällt das Wegwerfen sicherlich leichter.

      Da habe ich doch was gefunden!

      1. Violine sagt:

        Das ist lustig, was Du da gefunden hast!

  5. Rabenzahn sagt:

    Diese Aufräumtrends gehen am Leben vorbei, folgt man ihnen, landet man meiner Meinung nach in einer Zwangsjacke.
    Der Keller ist auch bei uns mit Emotionen beladen, gleichzeitig bedrücken mich die Mengen und Erinnerungen, die dort gelagert sind.

    1. piri ulbrich sagt:

      Dass es nicht nur mir mit den Kellern so geht, beruhigt mich dann doch ein bisschen. Dieser ganze Hype ficht mich nicht an.

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