Behinderung, Kuddelmuddel

eine verschwundene Brille und noch viel mehr

Ich freue mich über jeden Kommentar – sind sie doch ein Zeichen, dass der Text gelesen wurde. Danke!

Am Sonnabendnachmittag ist Wiebkes Brille auseinandergebrochen. Kein Problem, dachte ich, habe ja eine Ersatzbrille dabei – Pustekuchen, die Brillenschachtel war leer. Ich habe die Brille reparieren können. Nur mit den Fingern. Darauf bin ich stolz. Heute stelle ich fest, dass die zweite Brille nicht mehr da ist – verloren! Wahrscheinlich auf einer Freizeit oder irgendwo. Ich weiß es nicht. Also werden wir heute Nachmittag zuerst einmal die notreparierte Brille vom Optiker richten lassen und eine neu aussuchen – eine Brille allein reicht nicht. Wenn diese kaputt ist, tappt Wiebke im dunklen. 

Cola auf dem Teppich klebt und zieht den Dreck an. Ich bin heilfroh, dass keine Astronautenkost umgekippt ist, als Carsten mit mit Händen und großen Worten erklären wollte, dass Mannheim ganz woanders ist, als Köln – und dass ein Zug von München nach Hamburg sehr lange unterwegs ist und man zwischendurch im Bordrestaurant etwas essen kann. – Er aber nicht! Warum nicht – darum hat er lange rumgedruckst. Ich jedenfalls habe gerade kniend den Wohnzimmerteppich geschrubbt. 

Der langersehnte Regen ist da. Ich schaue von drinnen den tanzenden Tropfen zu. Der Wind wirbelt die letzten Blätter, kleinere Äste peitschen durch die Luft – es kommt pitschnass vom Himmel und wir wollen ins Dorf. Die Schimpfkanonaden der Junioren kann ich jetzt schon singen.

Unser Adventsbuch ist lustig – interessiert aber die Junioren nicht die Bohne. Da müssen sie jetzt durch!

 

Veröffentlicht von piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein. ❤️ -*-*-*-*-*-*-*-*-  In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

10 Gedanken zu „eine verschwundene Brille und noch viel mehr“

  1. Der Emil sagt:

    Na, vielleicht passiert euch ja das, was mir damals geschah: Als ich die neue Brille direkt nach dem Abholen zu Hause auf der Nase hatte, fand ich die vermißte auf dem Toaster liegend vor 😉

    Regen gibt/gab es hier auch, etwas zu spät für dieses Jahr.

    1. piri ulbrich sagt:

      Glaub ich jetzt nicht – die Brille ist weg. Wahrscheinlich auf einer Freizeit verschwunden.

  2. Paula sagt:

    Erstaunlich, dass Du noch die Zeit gefunden hast, Adventskalender-Geschenke einzutüten, hübsch! Ja ja, die Brillen, ich habe drei, Nah-, Fern- und Ersatz. Eine ist immer verschwunden und taucht dann wie durch Zauberei immer wieder auf.

    1. piri ulbrich sagt:

      Die Kleinigkeiten für die Tüten habe ich das ganze Jahr über gesammelt – ich mag es, einen Adventskalender zu haben und die Beiden freuen sich auch noch immer drauf. Ich habe 2einhalb Brillen, denn meine dritte ist gerade in Reparatur. Hingefallen, Glas kaputt!

  3. mijonisreise sagt:

    … Verschwundene Brillen? Bloß nicht … ich werde demnächst auch eine bekommen. Eine zum lesen und arbeiten am Pc … … Obwohl … … Wenn die verschwindet … … Ach, alles Unsinn … Hol mal Luft und verlier nicht die Balance, Petra

    1. piri ulbrich sagt:

      Mir selber ist noch nie eine Brille verloren gegangen, nur immer kaputt. Keep cool – alles wird gut und du siehst besser ( aus).

      1. mijonisreise sagt:

        Das letztere glaube ich nicht … … Als Kind hatte ich schon mal eine Brille und fand mich absolut unschön …
        Na ja, jetzt bin ich jenseits der 40 und damit sollte die Eitelkeit keine Rolle mehr spielen …

        1. piri ulbrich sagt:

          Oh eitel kann man immer sein 🙂

          1. mijonisreise sagt:

            Dann wirds nichts mit der Brille …

  4. Momfilou sagt:

    Es gibt doch auch Brillen für eitle Leut: Sie sehen damit superklug aus!!!

Kommentare sind geschlossen.