Gedanken, Gedicht

ein Gedicht

Einsamkeit

Mitten im kaltneuen Jahr
sitzen sie beieinander
Jeder für sich
nebeneinander

Menschen reden
Jeder für sich Monologe
Erwarten nichts
nur, dass der andere zuhört

Jeder ist für sich
und denkt:
Die Einsamkeit
wird dich umarmen

© petra ulbrich 4.1.2019

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Obwohl ich es wusste, dass ich traurig sein würde, wenn ich diese Helferin mit ins Kino nehme, bin ich es – und wütend obendrein. Zumindest die Junioren haben den Kinobesuch genossen und mich bewegt der Film immer noch sehr. 

Momentaufnahmengedicht. Danke für jeden Kommentar.

Veröffentlicht von piri ulbrich

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Asperger-Autistin bin ich obendrein. ❤️ -*-*-*-*-*-*-*-*-  In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschaffen habe, anzuschauen. Dann geht's wieder ...

10 Gedanken zu „ein Gedicht“

  1. mo sagt:

    Stark ist Dein Gedicht. Ein kalter Schauer läuft mir den Rücken runter.

    1. piri ulbrich sagt:

      Danke für das Feedback – es tut mir gut, ich brauche es so sehr. Sind meine Gedichte so schlecht, dass sonst niemand etwas dazu schreibt?

      1. isa sagt:

        ein Gedicht ist nicht gut oder schlecht. Hier lesen sicher kaum Lektoren, die dein Werk für dich analysieren können. Ansonsten “verdichten” Gedichte Erfahrungen und Gefühle, und eine Leserschaft, die diese Essenz finden will, muss Entsprechendes vorher erlebt haben. Ich habe früher auch Gedichte geschrieben oder Bilder gemalt, um meinen Schmerz oder meine Wut auszudrücken. Es hat mir über eine Zeit geholfen. Ob andere etwas damit anfangen konnten war dabei zweitrangig. Dass du deine Wut, deine Einsamkeit, deine Hoffnungen und dein Erleben in Gedichte, Erzählungen oder Bilder verpacken kannst ist eine echte Gabe die du selbst ganz besonders wertschätzen und für dich nutzen kannst. Andere Menschen denken und fühlen in ihrem Kopf, mit ihren Erfahrungen, nicht in deinem.

        1. piri ulbrich sagt:

          Stimmt isa – aber dennoch hätte ich ganz gerne etwas Resonanz. Dass ich Gedichte schreiben kann, weiß ich schon zu schätzen und ich werde es gewiss auch weiterhin tun. Schön wär‘s, ich würde sie nicht nur für mich schreiben.

  2. Paula sagt:

    Das Gedicht ist schön und eine wahre Erkenntnis. Das wusste ich schon lange, das ist für mich war bemerkenswert, aber nicht mehr überraschend.
    Du bist so produktiv, jeden Morgen einen Post, das geht so schnell, dass man manchmal kaum hinterher kommt. Ich lese Deine Beiträge manchmal erst zwei/drei Tage später und habe dann das Gefühl, zu spät zu kommen.

    1. piri ulbrich sagt:

      Ich habe halt nichts zu tun – da kann ich auch Blogbeiträge schreiben.

  3. Stefan sagt:

    Ei ganz wunderbares Gedicht, was so viel über die angebliche Menschlichkeit so vieler Artgenossen aussagt. 🙁

    1. piri ulbrich sagt:

      Danke – es tröstet mich, dass es doch Menschen gibt, die Gedichte lesen.

  4. christine b sagt:

    beim bloglesen laufe ich auch oft hintennach.
    deine gedichte mag ich!
    dieses hier macht mich nachdenklich, auch traurig, weil die innere einsamkeit die lebensfreude so dämpfen kann.
    das betrifft ja so viele menschen, vor allem ältere.

    1. piri ulbrich sagt:

      Danke auch Dir! Versinkt ihr eigentlich im Schnee?

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