Kategorie: Junioren

Schere im Kopf

Es müsste leichter gehen, die Schere im Kopf einfach in die Ecke zu stellen. Oder noch viel besser, dies stumpfe Ding ganz einfach wegzuschmeißen!

Die Schere, die mich hindert fantasievoll zu sein, ist ein olles Ding. Aus welcher Ecke, meiner versteckten Kindheitserinnerungen ich sie wieder hervorgekramt habe, wüsste ich selbst sehr gerne – denn dann würde ich sie genau da wieder hinstecken, das Versteck fein säuberlich putzen und mit einem Totenkopf markieren… Leider scheint es nicht nur eine Baustelle zu geben und nicht nur eine Stimme, die sagt, dass das was ich vorhabe – nämlich zufrieden zu sein – zum scheitern verurteilt ist, weil mir nachgesagt wird, dass ich viel zu unzulänglich bin.

Der Geschwisterzwist nagt – wenn sie denn wenigstens mit mir kommunizieren würden? So komme ich mir vor, wie an einem seidenen Faden freischwebend, ohne Netz und doppelten Boden übern Abgrund zu hängen! Fehlt nur ein Windhauch oder ein Kitzeln und der Faden reißt!

Den Junioren gehts nach wie vor gut. … und Frühling lässt schon ab und zu sein blaues Band flattern!

langsam gehen mir die Überschriften aus

Die Welt möchte dich so, wie du bist und nicht, wie du denkst, sein zu müssen.

Ich erfahre gerade sehr viele positive Rückmeldungen. Auch, und vielleicht sogar deswegen, weil ich mich nicht verbiege. Die wenigen Menschen um uns herum zeigen mir, dass sie mich und die Junioren mögen. Es tut gut! Weniger gut ist, dass meine Schmerzen von der angebrochenen Rippe kommend eher schlimmer, denn besser werden. Ausgebremst bin ich, ausgebremst habe ich mich selbst, indem ich blöderweise über einen kleinen Stein gestolpert und auf einer Getränkekiste gelandet bin. „Mama, das hättˋste auch lassen sollen!“ Weiß ich jetzt auch! 

Ich lese. Lese ein Buch mit einem Bandwurmtitel mit blauem Kleid und Fenster im Abendlicht. Der Roman gefällt mir. Dann lese ich vor. Nach wie vor Bücher von kleinen Hexen, aber auch welche von Detektiven und Onkel Einar. 

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Wiebke muss aufs Klo – das wird eine Herausforderung. Aber meistern werde ich auch das …

achter Januar

Selbstliebe meint, das eigene Leben nicht nach anderen Menschen auszurichten, sondern zu fragen: Wer bin ich? Was macht mich glücklich?

Still ist es im Haus. Auf der Straße rauscht der Verkehr. Seit der Lebensmittelmarkt keine 100 Meter von uns aufgemacht hat, ist die morgendlichen Ruhe lauter geworden. Für mich ist dieser Laden ideal. Mit den vorbeifahrenden Autos kann ich leben.

Eigentlich wäre ich jetzt schon einkaufen, werde es auch gleich tun – vorher noch einen Kaffee! Ohne diesen beginnt kein Tag. Ohne diesen bin ich nicht wach.
Stimmt nicht! Sobald ich aus dem Bett bin, funktioniere ich. Maschinen tun das, ich bin keine Maschine. Möchte das auch nie sein! Wir sind Menschen mit Gefühlen und so hoffe ich, nehmen wir Rücksicht aufeinander.

Ich schweife ab, wollte doch vom Tagesstart erzählen und sollte mich nun langsam sputen, um Milch, Käse und andere Köstlichkeiten des täglichen Bedarfs zu holen. Das alles bevor hier der •normale• Alltag beginnt…

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