Kategorie: Gedankenchaos

Im Dezember

Rabenschrei. Der Winter Türe knarrt.
Ächzend ist im Sturm sie aufgeflogen.
Krächzend kommt der schwarze Schwarm
Durch die rauschend kalte Luft gezogen.

Fichtenwald, der schwer von Lanzen starrt,
In die Flucht geworfen, überritten,
Fängt schon an, herab ins Tal zu wogen.
Lautlos kommt es hinter ihm geglitten,
Weißes Wolkenvolk mit Pfeil und Bogen.
Wild im Schneegewimmel schnarrt
Keuchend jetzt der Himmel.
Hingeguckt, wie unter Pferdebäuchen, warm
Liegt das Dorf im wirbelnden Getümmel.

Eugen Roth

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Eugen Roth mochte sogar mein Vater und das will was heißen, denn mein Vater hat nicht gerne gelesen. Er hat lieber gemacht. Mein Vater war ein Schaffer, der aber auch genießen konnte. Im Advent ein Gläschen Glühwein am Abend – manchmal sogar mit Ei verquirlt!

Dezember

Schwer der Übergang
Dieser Monat hat seine Wunden

Herzog Dezember
ein Fürst
in unserm Land

Wir dienen ihm
Dass sein Glanz
uns nicht erdrücke
ist unser Gebet

Schnee
uns zu Füßen
Weiße Sterne verbluten

Auch dieser Monat tut weh

Rose Ausländer

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Ich will versuchen jeden Tag ein Gedicht zum Dezember zu veröffentlichen  – quasi ein Adventskalender! Wer mich aber kennt, weiß, dass ich diesbezüglich nicht sehr diszipliniert bin. Erwartet also nichts! Jeden Tag ein eigenes Gedicht überfordert mich noch mehr – das war eigentlich mein Ziel. Unerreichbar!

sauer

Oh je, was bin ich sauer! Habe ich von der Musikerfreundin der Junioren ein Gedichtbändchen geschenkt bekommen, in dem eine Mutter ihre Erfahrungen mit ihrer behinderten Tochter in Versen aufgeschrieben hat. Eigentlich bin ich die richtige Klientel, uneigentlich dann wieder nicht. Schreibe ich selbst Gedichte, zwar nicht (oder nur selten) über meine behinderten Kinder und schon deswegen hat die Freundin gedacht, es wäre was für mich.

Die Gedichte haben mich nicht berührt. Ich empfinde sie als eine Aneinanderreihung von Worten. Für mich haben sie keine Seele. Schade! Was mache ich nun mit dem kleinen Buch? Ich werde es nicht wegwerfen. Aber ich werde es ins Regal ganz nach hinten stellen – vielleicht habe ich in ein paar Wochen einen anderen Zugang.

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Gehts euch manchmal auch so, dass ihr in guter Absicht etwas geschenkt bekommt und dieses bei euch so gar nicht ankommt?

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