Kategorie: Gedankenchaos

du sollst

Du sollst doch nur sein
was ich finden kann
nicht werden

was ich suchen muss
mag nicht mehr ausschauen
nach dem Unmöglichen
will das Alltägliche
im Besonderen

© petra ulbrich

∙∙∙∙∙

Ein aufregender Tag, der begonnen hat mit dem Kerle in der Badewanne, einem abgezogenem Bett und einem zu waschenden Kuscheltier. „Der Plüschelch hat sich übergeben.“, sagt Carsten, da konnte er gar nichts machen! „Ich habe extra das Kissen noch mal umgedreht, damit‘s nicht so schmierig ist!“ Versteh einer die Logik meines Sohnes. Dann ging beider Junioren Tablet nicht mehr – sie konnten keine Videos gucken. Ich war, und bin es noch, damit hoffnungslos überfordert. Eine gute Bekannte gab mir den Tipp mit dem Seniorenbüro. Da habe ich angerufen und just vor zwanzig Minuten hat sich jemand gemeldet, der uns in absehbarer Zeit hoffentlich weiterhelfen kann. Zwischenzeitlich habe ich geflickschustert…*

*Ich liebe sie, die Satzenden, die so vor sich hindümpeln, bei denen ich gedanklich immer weiterreden könnte, ohne zu einen rechten (Ent)Schluss zu kommen.

Courage

Eben gerade habe ich eine Anfrage an die Universität Tübingen eingetütet. Ich wage noch einmal den Vorstoß nach einer Diagnose zum Syndrom-Bild der Junioren. Ihr könnt euch nicht vorstellen, mit welchen Herzklopfen ich diesen Brief geschrieben habe. Den beigefügten Fragebogen der Uni konnte ich nur rudimentär ausfüllen – eben weil wir ja keine gesicherte Diagnose haben. Mich überfordern solche administrativen Aufgaben…

weinen

Das ist die schlimmste verlorene Liebe, die zu sich selbst. Da darf, ja muss man schon mal weinen.

Die Frage, ob ich mich wirklich selber liebe, stelle ich mir immer wieder. Manchmal muss ich mir eingestehen, dass ich das nur bedingt tue. Ich habe gelernt, dass ich nicht wichtig bin. Mir wurde es immer und immer wieder gesagt. Auch in der Pflege der Junioren vergesse ich oft die Liebe zu mir selbst. Verdammt, es fällt mir schwer weiter zu schreiben …

∙∙∙∙∙

10:42 Uhr – Dies Blog ist wie eine Offenbarung, gerade jetzt im Moment, meine Kinder sind versorgt, es geht ihnen gut; in diesem Moment sitze ich am Tisch und habe wacklige Beine und bin in jeder Faser voller Angst. Es ist kein kokettieren, es ist harte Realität und die Liebe zu den Junioren überwältigt mich und allein bin ich damit völlig überfordert.

Copyright © 2026 voller worte

Theme von Anders Norén — ↑ ↑

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.