Kategorie: Gedanken

still ist es

Still ist es. Noch nicht einmal Musik klingt. Vielleicht in mir. Im Dur-Akkord. Moll ist genug da draußen. Ich muss dem entgegentreten. Ich muss wirklich müssen, denn wenn ich es nicht tue, versinke ich im Morast der Mutlosigkeit. Gerade heute an Karfreitag.

Kirchenglocken sind still, jemand sagte, dass sie nach Rom geflogen sind. Um 9:00 Uhr habe ich ein einsames Glöcklein gehört – oder war das nur der Wunschgedanke? Aus des Töchtings Zimmer kommt auch kein Ton. Sie schläft. Müde ist sie nach der Nacht mit den Geistern. Was war, erzählt sie nicht. Nur, dass was war. Sie holt ihren Schlaf nach – der Kerle sowieso. Er ist fröhlich, ein Charmeur erster Güte mit Sprachwitz und dem Schalk im Nacken: „Lass mich pennen,“ sagt er; „am Nachmittag muss ich fit sein. Da wollen wir spazieren gehen – mit D. und den Jungs!“

Draußen kann ich den blauen Himmel sehen. Noch regt sich in den Juniorenzimmern nichts. Es ist still am Karfreitagmorgen!

Danach

Wenn es geregnet hat,
schmeckt die Erde nach Hoffnung,
üppige Mahlzeit
für eine hungrige Stunde,
die Uhrzeiger drehen sich,
als wollten sie tanzen,
überall Ewigkeit,
für den Bruchteil einer Sekunde.

Mario Wirz

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Danach ist immer alles anders. Wenn man vorher gewusst hätte, was danach kommt, hätte man dann anders entschieden? Hätte ich mich gestern nicht so über die schwatzhafte Frau echauffiert, könnte ich heute ihr ganz entspannt begegnen. Oder was passiert nachdem der Kerle gekotzt hat? Neuanfang!

es beschäftigt

Niemals in der Welt hört Hass durch Hass auf. Hass hört durch Liebe auf. | Siddhartha Gautama

Es heißt auch: Liebe deine Feinde, wenn sie nicht deine Freunde sein können! Oh nein, so weit möchte ich nie gehen müssen. Aber eine friedliche Koexistenz sollte doch möglich sein. Leben und leben lassen. Man muss ja nicht miteinander leben. Wenn das nicht möglich ist, dann geht jede*r eigene Wege und lässt die andere*n in Ruhe. Anfeindungen lohnen nicht – gestern hat mich diese Emily schon sehr beschäftigt. Heute ist heute und heute ist Sonntag. Am Abend gehen wir auf ein Osterkonzert.* Darauf freue ich mich sehr. Die Laune lasse ich mir von Menschen, die mich nicht mögen ohne mich überhaupt zu kennen,  nicht kaputtmachen. Beschäftigen tut mich dennoch warum jemand so ist, wie er/sie ist.

* wenn ihr die Bilder durchklickt, könnt ihr den Kerle und das Töchting entdecken. 

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